Mittwoch, 7. Januar 2026
15.08 Uhr: Alle sind wieder mit Strom versorgt
Nach dem großflächigen Stromausfall sind nun wieder alle Haushalte, Geschäfte und Betriebe mit Energie versorgt. Seit 14.10 Uhr gebe es wieder eine Vollversorgung, so Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD).
15 Uhr: 83-jährige Frau nach Stromausfall tot aufgefunden
Eine 83-jährige Frau soll in Folge des Stromausfalls gestorben sein, so die Polizei. Die Frau sei noch lebend von einem Verwandten gefunden worden, jedoch sei eine Reanimation erfolglos geblieben. Damit ist es der erste bestätigte Todesfall.
14.55 Uhr: Strom da, Alarmanlagen gehen an
Nachdem der Strom wieder eingeschaltet wurde, haben zahlreiche
Brandmeldeanlagen oder Alarmanlagen in den Häusern einen Alarm ausgelöst. Viel zu tun für die Polizei und Feuerwehr.
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14.05 Uhr: Wegner will Infrastruktur besser schützen
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner kündigt an, die kritische Infrastruktur in der Hauptstadt besser zu schützen: „Wir werden jetzt nochmal schauen, wie wir sehr, sehr kurzfristig die Orte, die angreifbar sind in unserer kritischen Infrastruktur, schneller absichern können.“
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14.02 Uhr: Kostenloses Essen an sieben Stellen
Die Bundeswehr hilft bei der Ausgabe von kostenfreiem und warmen Essen. Ausgeteilt wird Mittwoch ab 17 Uhr hier: Ladiusstraße 32 a (REWE-Parkplatz), Seehofstraße Ecke Osteweg, S-Bahnhof Sundgauer Straße, S-Bahnhof Wannsee, S-Bahnhof Mexikoplatz, Rathaus Zehlendorf und in der Dreilindenschule.
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13.35 Uhr: Spranger sieht Berlin weiter in der Großschadenslage
Die Stromversorgung läuft langsam wieder an. Aber Innensenatorin Iris Spranger betont: „Berlin befindet sich weiter in der Großschadenslage. Sie ist erst beendet, wenn ich das bekanntgebe. Ich habe diese Lage ausgerufen, ich werde sie auch beenden.“ Laut Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey sind noch 552 Haushalte ohne Strom, zudem 42 Gewerbetreibende. Vor allem in Schlachtensee.
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13.08 Uhr: Polizei verkündet Strom-Neuigkeiten in Wannsee
Die Polizei fährt mit Lautsprecherwagen durch Wannsee und verkündet, dass bald Strom da sein wird, verbunden mit dem Hinweis, dass man nicht sofort alle Geräte einschalten soll. Im Süd Westen wird bereits gejubelt. In der Alsenstraße, In der Chausseestraße und in der Neuen Kreisstraße gibt es Seit 12:00 Uhr wieder Strom.
Die Versorgung ist aber noch sehr unterschiedlich. Ein Polizist aus dem Lautsprecherwagen erklärt: „Der eine hat schon Strom zu Hause, 100 m weiter ist die Versorgung noch nicht geregelt. Aber am Abend sollte alles wieder laufen.“
13.00 Uhr: Grüne verlangen Aufklärung zum Brandanschlag der „Vulkangruppe“
Damit nach dem Stromausfall nicht vor dem Stromausfall ist, verlangen die Grünen Aufklärung über die mutmaßlichen Täter der „Vulkangruppe“. Grünen-Chef Felix Banaszak: „Es ist nicht akzeptabel, dass wir nach Jahren und zahlreichen gefährlichen Aktionen noch immer kein Bild über die linksextreme sogenannte ‚Vulkangruppe‘ haben. Offenbar hat der Bundesinnenminister keine Ahnung, wie er dieser Bedrohung begegnen soll“, sagte er auf bild.de. Und Irene Mihalic (49), parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag ergänzt, die Bundesregierung müsse alles tun, um weitere Anschläge dieser Kategorie zu verhindern.
„Unsere kritische Infrastruktur ist hoch anfällig und es gibt noch nicht einmal ein tagesaktuelles Lagebild über alle relevanten Vorkommnisse“, sagt Mihalic weiter. „Das muss sich dringend ändern.“
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12.30 Uhr: Schulen bleiben trotz Stromwiederherstellung geschlossen
Trotz wiederhergestellter Stromversorgung bleiben die vom Ausfall betroffenen Schulen im Südwesten Berlins bis zum Ende der Woche geschlossen. „Ab Montag, den 12. Januar, ist vorgesehen, den Unterricht an den betroffenen Schulen wieder regulär aufzunehmen“, teilte die Bildungsverwaltung mit.
Bevor wieder normal unterrichtet werden könne, seien umfangreiche technische Prüfungen erforderlich, unter anderem der Brandmeldeanlagen. „Diese Prüfungen sind zwingend notwendig, um die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie des schulischen Personals uneingeschränkt sicherzustellen“, hieß es.
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11.46 Uhr: Anwohner haben haben immer noch keinen Strom
Eigentlich sollten die Lichter im Südwesten Berlins ab 11 Uhr so langsam wieder angehen. Aber Anwohner in Zehlendorf und Wannsee berichten, dass sie immer noch im Kalten sitzen: „Kein Strom nirgends“ heißt es in verschiedenen Internetforen. „Hier funktioniert überhaupt nichts“, berichte ein KURIER-Reporter vor Ort.
Um 12.30 Uhr dann die erlösende Nachricht: Heizung läuft wieder – mit Strom.
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9.50 Uhr: Strom zurück, Wegner lobt sich selbst
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, äußert sich zur aktuellen Situation und lobt sich selbst: „Wir fahren heute ab 11 Uhr das Stromnetz in den betroffenen Gebieten schrittweise wieder hoch. Möglich wurde das auch, weil wir die Großschadenslage ausgerufen und damit die notwendigen Kräfte und Abläufe gebündelt haben. Es war richtig, parallel an zwei Standorten zu arbeiten – so konnten die Reparaturen schließlich am Anschlagsort erfolgreich abgeschlossen werden.“
Wegner ergänzt: „Wir werden aus dieser Lage die notwendigen Schlüsse ziehen und die Resilienzstruktur Berlins weiter verbessern.“
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8.50 Uhr: Am Mittwochvormittag soll der Spuk vorbei sein!
Endlich gute Nachrichten: Mehreren Medienberichten zufolge, die sich auf das Umfeld der Senatskanzlei berufen, soll um 11 Uhr der Strom im Berliner Südwesten wieder hochgefahren werden.
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7.45 Uhr: Update – rund 20.000 Haushalte zittern noch
Der Betreiber Stromnetz Berlin hat am frühen Mittwochmorgen aktuelle Zahlen veröffentlicht. Demnach konnten weitere rund 2000 Haushalte sowie 100 Gewerbebetriebe wieder mit Strom versorgt werden. Dunkelheit und Kälte herrschen währenddessen noch in rund 19.900 Haushalten und etwa 1.200 Gewerbebetrieben.
Der Betreiber bittet alle Menschen, die in der Zwischenzeit Strom haben, „den Stromverbrauch erst einmal auf ein unbedingt notwendiges Minimum zu beschränken.“
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7.16 Uhr: „Vulkangruppe“ weist Russland-Spekulationen zurück
In einem zweiten Bekennerschreiben hat die „Vulkangruppe“ klar gemacht, das Russland-Spekulationen hinsichtlich des Brandanschlages in Berlin falsch sind und sich selbst klar zu der Terror-Attacke bekannt.
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6.00 Uhr: Weiter Tausende ohne Strom
Bei bitterer Kälte sind in Berlin rund 25.000 Haushalte den fünften Tag in Folge ohne Strom. Zwar kommen die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung nach Einschätzung der Beteiligten voran. Die letzten Betroffenen werden jedoch nach Einschätzung des Betreibers Stromnetz Berlin wohl erst am Donnerstagnachmittag wieder am Netz sein.
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Dienstag, 6. Januar 2026
21.10 Uhr: Hertha-Torwart Tjark Ernst hilft Opfern
Starke Aktion von Tjark Ernst. Der Hertha-Torwart bereitet sich gerade in Portugal mit dem Team auf die zweite Halbserie vor, hilft aber von dort aus Opfern des Stromausfalls – und schickt aufmunternde Worte in die Hauptstadt.
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20.00 Uhr: BVG rollt Wärme-Rettung an!
Wenn Berlin friert, heizt die BVG vor: Mitten im Chaos stellt der Verkehrsbetrieb beheizte Pausenbusse auf – als warme Inseln im kalten Ausnahmezustand. Zwischen 15 und 21 Uhr werden die Busse zu festen Rückzugsorten für Gestrandete, Durchgefrorene und Akku-Geplagte.
Die mobilen Wärme-Oasen stehen in Zehlendorf, Düppel-Süd, Nikolassee und Wannsee. Drinnen: Heizung an, Sitzplätze gemütlich – und das Smartphone bekommt endlich wieder Saft. USB-Ladebuchsen inklusive Kabel machen die Busse zum Rettungsanker für leere Akkus und volle Nerven.
Und noch mehr Sicherheit: Wer Hilfe braucht, kann sich direkt an BVG-Fahrerinnen und Fahrer wenden. Per Funk sind sie sofort mit der Leitstelle verbunden – Notrufe gehen ohne Umwege an Polizei oder Feuerwehr.
Berlin bibbert – die BVG wärmt.
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19.00 Uhr: Der längste Stromausfall nach 1945!
So finster war’s zuletzt, als der Krieg gerade vorbei war: Die Hauptstadt erlebt gerade den längsten Stromausfall seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Kerzen statt Kaffee, Treppen statt Aufzug – Berlin tappt kollektiv im Blackout. Schon jetzt übertrifft der aktuelle Ausfall alles, was man in der Neuzeit kannte. Zum Vergleich: Der große Strom-Kollaps im September 2025 im Südosten der Stadt legte rund 50.000 Haushalte für fast 60 Stunden lahm. Damals Ausnahmezustand – heute Déjà-vu mit Ansage.
Berlin ohne Strom – länger als je zuvor. Und die Frage bleibt: Wann geht hier endlich wieder das Licht an?
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18.45 Uhr: In Zehlendorf ist erneut der Strom ausgefallen
Montagabend freuten sich viele Haushalte in Zehlendorf über die Strom-Rückkehr. Doch die böse Überraschung folgte Dienstagnachmittag. Der Strom und damit auch die Heizungen sind erneut ausgefallen. Eine Mutter von vier Kindern verzweifelt allmählich.
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16.40 Uhr: Berlin will mehr Kameraüberwachung
Derzeit sind immer noch rund 25 000 Haushalte ohne Strom. Berlin zieht seine Konsequenzen. Neuralgische Punkte des Stromnetzes sollen künftig stärker überwacht werden, mit zusätzlichen Kameras und künstlicher Intelligenz.
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13.50 Uhr: Markus Söder fordert Reaktion auf nationaler Ebene
CSU-Chef Markus Söder hat nach dem Anschlag auf das Stromnetz eine Reaktion auf nationaler Ebene gefordert. Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe und die Bundesbehörden sollten sich damit auseinandersetzen, sagte Söder am Dienstag am Rande der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag im oberbayerischen Kloster Seeon vor Journalisten. Es müsse dringend geklärt werden, wer die für den Anschlag verantwortliche Gruppe ist, sagte der CSU-Chef. Eine der zu klärenden Fragen sei: „Agieren sie allein, oder agieren sie möglicherweise international?“ Die Sicherheit der Bevölkerung müsse an erster Stelle stehen.
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13.35 Uhr: Franziska Giffey zeigt Stromkabel

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey zeigte Dienstag während der Pressekonferenz den Querschnitt eines Stromkabels.
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13.30 Uhr: 25 500 Haushalte noch ohne Strom
Wann haben alle Menschen im Südwesten Berlins wieder Strom? Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner Dienstagmittag: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das bis Donnerstag schaffen.“ Aktuell sind 25 500 Haushalte ohne Strom. Neben mehreren Notunterkünften besteht weiterhin die Möglichkeit, in Partnerhotels von Visit Berlin unterzukommen. Laut Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey machen derzeit 161 Unterkünfte mit. Die Bundeswehr bietet seit 13 Uhr an zwei Standorten warmes Essen an: am Rathaus Wannsee (Königstraße 42) und am Cole-Sports-Center (Hüttenweg 43).
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13.25 Uhr: Zum Duschen und Aufwärmen: Drei Hallenbäder öffnen für Anwohner

Die Berliner Bäder-Betriebe die vom Stromausfall betroffenen Berliner und öffnen drei Bäder in der Region rund um die Uhr: Die Schwimmhallen Finckensteinallee und Hüttenweg sowie das Stadtbad Lankwitz stehen ab sofort bis zum Ende des Stromausfalls zum Duschen und Aufwärmen zur Verfügung. Das Angebot für die von Not Betroffenen ist kostenlos. Gäste haben Gelegenheit, sich beim Duschen aufzuwärmen oder sich im Foyer im Warmen aufzuhalten. Im Rahmen der Öffnungszeiten können auch die Schwimmbecken genutzt werden. Möglichkeiten zum Übernachten bieten die Bäder nicht.
Adressen: Schwimmhalle Finckensteinalle 73, 12205 Berlin
Schwimmhalle Hüttenweg 41, 14195 Berlin
Stadtbad Lankwitz, Leonorenstraße 39, 12247 Berlin
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12.10 Uhr: Helfer besuchen verstärkt Menschen zu Hause auf
Seit Sonntag suchen Mitarbeiter von Ordnungsämtern, der Polizei, der Malteser und anderen Besuchsdienste Menschen zu Hause auf. „Wenn jemand im Stromausfall lebt und vielleicht ein bisschen älter ist, hat er meistens auch kein Internet und keinen Strom und es fehlt das Telefon. Also gehen wir in die Häuser und versuchen so die Kommunikation zu etablieren“, sagte der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, Tim Richter (CDU). „Wir haben Verstärkung aus Neukölln und Friedrichshain, so konnten die Ordnungsamts-Teams fast verdoppelt werden“, so Richter.
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11.45 Uhr: Notdienstpraxis länger geöffnet
Trotz des Stromausfalls im Berliner Südwesten haben einige Praxen für ihre Stammpatienten einen eingeschränkten Notbetrieb eingerichtet. Um die ambulante Versorgung zusätzlich zu stabilisieren, hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin die Öffnungszeiten ihrer Notdienstpraxis am Charité Campus Benjamin Franklin ausgeweitet. Demnach ist die Praxis zusätzlich am Mittwoch, 7. Januar, und Donnerstag, 8. Januar, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr durchgehend besetzt. Normalerweise sind die Praxen freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen besetzt.
Der mobile Hausbesuchsdienst des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) bleibe weiterhin in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Aufgrund der aktuellen Lage könne es zu Verzögerungen kommen. Verkehrsbehinderungen sowie ausgefallene Türklingeln und Fahrstühle erschweren demnach teilweise den Zugang zu Patienten und den Einsatz des ÄBD.
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11.00 Uhr: Bahnhöfe sind wieder am Strom

Die Bahnhöfe Mexikoplatz, Nikolassee und Wannsee sind wieder am Netz und haben Strom. Das bestätigte laut BZ ein Sprecher des Betreibers Stromnetz Berlin.
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9.48 Uhr: Das Aktuellste aus dem Krisenstab
Auch wenn der Strom wohl nicht vor Donnerstag wieder fließt. Es gibt schon Zeichen leiser Hoffnung für die geplagten Bürger.
⚠️ Update aus dem Krisenstab:
— Kai Wegner (@kaiwegner) January 6, 2026
▶️Hotelkosten werden erstattet
▶️Weitere ~3.500 Haushalte wieder am Strom - noch ca. 25.500 ohne
▶️Alle 74 Pflegeheime wieder versorgt
▶️Supermärkte im Tagesverlauf wieder offen – Nahversorgung zu 100% gesichert
▶️Reparatur am Stromnetz im Zeitplan pic.twitter.com/hBcOMKs5Dg
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8.30 Uhr: An diesen Schulen fällt der Unterricht aus
Auch einige Schulen sind vom Stromausfall im Südwesten Berlins betroffen, hier kann kein Unterricht stattfinden, voraussichtlich noch bis einschließlich 7. Januar.
- Süd-Grundschule
- Johannes-Tews-Grundschule
- Conrad-Grundschule
- Schweizerhof-Grundschule
- Dreilinden-Grundschule
- Grundschule am Buschgraben
- Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule (Grundschulstandort)
- John-F.-Kennedy-Schule
- Droste-Hülshoff-Gymnasium
- Dreilinden-Gymnasium
- Werner-von-Siemens-Gymnasium
- Krankenhausschule (Standort Zehlendorf)
- Louise-Schröder-Schule (Oberstufenzentrum für Bürowirtschaft und Verwaltung)
- Johanna-Gerdes-Grundschule
- Emil-Molt-Grundschule
- Caroline v. Heydebrand-Schule
- Phorms Berlin Süd (Grundschule/Gymnasium)
- Internationale Montessorischule Berlin (Grundschule)

Auch eine Vielzahl der Kitas in den betroffenen Gebieten sind geschlossen, heißt es von der Bildungsverwaltung. Der „notwendige Betreuungsbedarf im Rahmen einer Notbetreuung“ werde durch den jeweiligen Kita-Träger organisiert.
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08:15 Uhr: Weiter knapp 27.000 Haushalte ohne Strom
Am Tag 4 des Mega-Blackouts sind weiter rund 26.900 Haushalte ohne Strom. Nach Angaben der Polizei vom Dienstag waren zudem noch 1220 Gewerbebetriebe betroffen. Die Polizei war im betroffenen Gebiet mit etwa 450 Beamten sowie mit vier mobilen Wachen im Einsatz.
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06.00 Uhr: Mehr Supermärkte öffnen

Nach ersten Supermärkten am Montag öffnen auch am Dienstag mehrere weitere große Ketten ihre Läden wieder. Der Senat hofft, dass sich der stark gestörte S-Bahn-Verkehr auf den Linien S1 und S7 verbessert und auch im Dunkeln wieder Züge am Bahnhof Wannsee halten können. Hier sollen Notstromaggregate für die Beleuchtung der Bahnsteige und der Unterführung sorgen.
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06.00 Uhr: Berliner Polizei ermittelt
Noch hat die Polizei keine Ergebnisse bei den Ermittlungen zu den Tätern zu verzeichnen, spricht von einer sehr umfangreichen Tatortarbeit. Erste Zeugen würden vernommen, Videomaterial etwa der Verkehrsbetriebe BVG werde ausgewertet. Die linksextremistischen sogenannten „Vulkangruppen“, die sich zu dem Anschlag in einem Schreiben bekannten, sind den Ermittlern bereits länger bekannt. Sie griffen mutmaßlich schon mehrfach etwa Bahnanlagen oder das Stromnetz an.
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01.00 Uhr: Wasserrohrbruch in der Potsdamer Chaussee

Man ahnte es ja schon, jetzt wird es Realität. Bei der Kälte und ohne Strom platzen die Wasserrohre in den Häusern. Daher musste vor 1 Uhr die Berliner Feuerwehr in die Potsdamer Chaussee in Nikolassee ausrücken. Die Feuermelder hatten ausgelöst. Wie sich herausstellte, durch Wassereintritt in einer Wohnung. Die Feuerwehr musste mehrere Wohnungen wegen des Wasserrohrbruch aufbrechen. Das Wasser strömte aus einer der oberen Wohnungen in mehrere darunter liegende Wohnungen hinein. Die Feuerwehr stellte das Wasser ab und konnte so den bereits entstandenen Schaden begrenzen.
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Montag, 5. Januar 2026
18.51 Uhr: Endlich Bundeswehreinsatz in Berlin
Die Bundeswehr soll wegen des Stromausfalls im Südwesten Berlins die Betankung von Notstromaggregaten übernehmen. Dazu sei am Montag ein Hilfeleistungsantrag des Landes Berlin eingegangen, erklärte eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos. Der Einsatz sollte noch am Abend beginnen.
Gegenstand des Antrags sei die Bereitstellung von etwa 18.000 Litern Diesel einschließlich eines Tankfahrzeugs sowie Personal im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, erklärte sie weiter. Die Bedienmannschaften sollen demnach „schichtfähig“ sein. „Besonderer Fokus liegt dabei auf der Versorgung von Pflegeeinrichtungen“, teilte sie mit. Der Einsatz sei gemäß des Amtshilfeantrages zunächst bis Donnerstag, 23.00 Uhr vorgesehen.
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18.26 Uhr: Klinikchef berichtet, wie schlimm es hätte werden können
Es ist nochmal alles gut gegangen – zumindest in dieser Hinsicht: Die Notstromaggregate im Immanuel-Krankenhaus sind sofort angesprungen, als es zum Stromausfall kam. Doch wie Roy J. Noack, Geschäftsführer des Immanuel-Krankenhauses in Berlin-Wannsee, dem KURIER erklärt: es hätte schlimm ausgehen können. Zum Beispiel, wenn es mitten in einer OP zum Stromausfall gekommen wäre. Was das bedeutet hätte, lesen Sie hier.
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16.07 Uhr: Berlin geht in die dritte dunkle Nacht, 300 Polizisten halten Wacht
Ein drittes Mal seit dem Stromausfall geht die Sonne unter und tausende Bürger im Berliner Südwesten haben eine kalte und dunkle Nacht vor sich. Laut Polizei-Vizepräsident Marco Langner sind auch diesmal wieder 300 Polizisten im Einsatz. Eine Notbeleuchtung erhellt zumindest den Bahnhof Wannsee.
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15.57 Uhr: Alexander Dobrindt warnt vor steigendem Linksextremismus
Im Interview mit der BILD wertet Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) das Bekennerschreiben der linksextremen „Vulkangruppe“ als Alarmzeichen. Darin werde deutlich, „dass wir es mit linksterroristischen Aktivitäten, gepaart mit Klima-Extremismus, zu tun haben, die gezielt unseren Wohlstand, unsere Wirtschaftsordnung und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger angreifen und damit Leben gefährden“. Er fordert als Reaktion ein umfassendes Sicherheitspaket, unter anderem mit massiv erhöhten Ermittlungsbefugnisse im digitalen Raum.
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15.40 Uhr: Senat kippt Hotelsteuer! City Tax wegen Notlage vorerst gestrichen
Der Senat zieht die Notbremse! Nach dem massiven Stromausfall hebt die Senatsverwaltung für Finanzen die City Tax auf Hotelübernachtungen vorübergehend auf. Betroffen sind alle Menschen, die wegen der Krise nicht in ihren eigenen vier Wänden bleiben können und auf ein Hotel angewiesen sind.
Die klare Ansage aus der Finanzverwaltung:
„Zusätzliche finanzielle Belastungen sollen in dieser Notsituation ausdrücklich vermieden werden.“
Heißt konkret: Keine Übernachtungssteuer, kein Aufschlag, kein Extra-Kassieren! Normalerweise kassiert Berlin bei jeder Hotelnacht 7,5 Prozent City Tax – jetzt ist damit Schluss. Zumindest so lange, bis sich die Lage entspannt hat.
Für Betroffene ein wichtiges Signal: Wer ohnehin schon wegen des Stromausfalls improvisieren muss, soll nicht auch noch an der Hotelrezeption zur Kasse gebeten werden.
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15.30 Uhr: Was der Stromausfall in Berlin anrichtet – in Bildern
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15.10 Uhr: Notunterkunft verlegt – neue Anlaufstelle eröffnet
Die Notunterkunft am Goethe-Gymnasium in der Drakestraße 72 in Berlin-Lichterfelde ist ab sofort geschlossen. Darüber informierte die Berliner Polizei über die Plattform X. Als Ersatz wurde kurzfristig eine neue Notunterkunft in der Sporthalle der Dreilinden-Schule in der Dreilindenstraße 49 in Berlin-Wannsee eingerichtet. Alle weiteren Notunterkünfte im Stadtgebiet bleiben weiterhin geöffnet und stehen Betroffenen wie gewohnt zur Verfügung.
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14.45 Uhr: Kai Wegner: „Wir leiden an Transparentitis!“
In Bezug auf ein Zitat von Herbert Reul (CDU) beklagt der Regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, die gesetzlich vorgeschriebene „Transparentitis“. Transparenz in Bezug auf Stromnetzwerke mache es Terroristen leichter, Anschläge zu planen. Es herrsche darum, neue Initiativen zu starten, das zu ändern.
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14.30 Uhr: Polizei nimmt Ermittlungen auf, sucht Zeugen und Hinweise
Marco Langner, Vizepräsident der Polizei, gab in einer Pressekonferenz ein Update zu den Ermittlungen. Eine spezielle Ermittlungsgruppe sei im Einsatz, eine umfangreiche Tatortarbeit sei durchgeführt worden und auch erste Zeugen würden vernommen werden. Ein Hinweistelefon ist geschaltet und nach Zeugen werde gesucht. Weitere Hinweise könnten bisher nicht an die Öffentlichkeit gegeben werden, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
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14.15 Uhr: Geschäftsführer Stromnetz Berlin GmbH: Versorgung bis Donnerstag gegeben
In der Pressekonferenz bestätigt die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, Maren Schellenberg, der Stromausfall soll in drei Tagen wieder beendet sein. Auch Bernhard Büllmann, Geschäftsführer der Stromnetz Berlin GmbH, bestätigte, dass die Notstromversorgung in den betroffenen Gebieten bis dahin durchhalten würde.
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12.40 Uhr: Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen nach Brandanschlag
Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Brandanschlag übernommen, der im Südwesten der Stadt zu einem großen Stromausfall geführt hat. Das teilte ein Sprecher der Behörde mit. Er begründete dies mit der „besonderen Bedeutung des Einzelfalls“.
Der Brandanschlag geht nach Einschätzung der Behörden auf das Konto von linksextremistischen Tätern. Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben mutmaßlicher Linksextremisten ist laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) authentisch. In dem Schreiben bekennt sich eine mutmaßlich linksextreme Gruppe namens „Vulkangruppe“ zu dem Anschlag.
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11.30 Uhr: Linken-Chef van Aken distanziert sich von Anschlag auf Berliner Stromnetz
Linken-Chef Jan van Aken hat sich von dem mutmaßlich linksextremistischen Angriff auf die Stromversorgung in Berlin distanziert. „Das ist eine Aktion, das geht überhaupt nicht“, sagte van Aken am Montag im Fernsehen. Er kritisierte die Argumentation der möglichen Täter, mit Villenbesitzern in den betroffenen Stadtteilen wenig Mitleid zu haben.
In den Häusern wohnten unter anderem alte Menschen, die nun frieren müssten. „Da habe ich ganz großes Mitleid“, betonte van Aken. Zudem wies der Parteivorsitzende Kritik daran zurück, dass sich die Linke bisher kaum zu dem Vorfall geäußert habe. Die Tat gefährde Menschenleben, sagte van Aken. „Das ist überhaupt nicht akzeptabel, und das haben wir klipp und klar gesagt.“
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Blackout: Sarah Connor sieht die Politiker in der Verantwortung
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NRW schickt Notstrom-Anhänger nach Berlin
Das Land NRW hat Berlin die Unterstützung mit Notstromgeräten angeboten. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte das Hilfsangebot im Gespräch mit der „Abendschau“ des rbb angenommen. Laut einem Sprecher geht es um fünf sogenannte Notstrom-Anhänger, die samt Personal nach Berlin gebracht werden sollen.
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Stromausfall: Schulen, Kitas und bleiben Supermärkte zu
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Regierender Bürgermeister will Stromnetz besser schützen
Nach dem großflächigen Stromausfall in Teilen der Hauptstadt will Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die Sicherheit des Stromnetzes verbessern. Bereits jetzt verliefen 99 Prozent der Leitungen unter der Erde, sagte Wegner am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Das restliche eine Prozent müsse noch besser vor terroristischen Angriffen geschützt werden - wie auch die gesamte kritische Infrastruktur.
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Sonntag, 4. Januar 2026
Senatorin Giffey (SPD) fordert Bundeshilfe bei Ermittlungen
Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat bei den Ermittlungen zum jüngsten mutmaßlichen Anschlag auf das Berliner Stromnetz Unterstützung vom Bund gefordert. „Ich glaube, dass es jetzt vor allen Dingen um Bundeshilfe bei den Ermittlungen gehen muss“, sagte sie im RBB-Inforadio. „Die Frage ist: Sind das einfach nur linke Gruppen von Aktivisten, die ideologisch unterwegs sind oder steckt da mehr dahinter?“
Die Ansichten, die im als authentisch eingestuften Bekennerschreiben der mutmaßlichen Täter „Vulkangruppe“ veröffentlicht wurden, seien „hochgradig gefährlich“, betonte die Senatorin. Es gehe jetzt um Staats- und Verfassungsschutz. „Es geht nicht nur um einen Angriff auf unsere Infrastruktur, sondern auch darum, dass unsere ganze freie Gesellschaft hier angegriffen wurde.“
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Linke fordert bessere Krisenvorsorge
Die Berliner Linke fordert vom schwarz-roten Senat nach dem Stromausfall im Südwesten Berlins Konsequenzen. Zehntausende Menschen sind derzeit mitten im Winter weiterhin ohne Strom und Heizung - es sei entscheidend, dass die Politik für solche Szenarien strategisch vorbereitet sei, sagte die Linke-Spitzenkandidatin für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026, Elif Eralp.
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Samstag, 3.Januar 2026









