Berlin-Die Hauptstadt ist mit einer Notlage ins neue Jahr 2026 gestartet. Nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am vergangenen Samstag war in rund 45.000 Haushalten im Südwesten der Hauptstadt der Strom ausgefallen. Viele Menschen haben gefroren, Alte und Kranke mussten teilweise in andere Einrichtungen verlegt werden. Der Stromnetzbetreiber arbeitete seitdem mit Hochdruck an der Reparatur der Schäden. Jetzt gibt es überraschend ein positives Update: Noch heute soll der Strom in alle Haushalte zurückkehren!
„Starke Verbraucher“ ausschalten
Tag 5 nach dem Blackout in Berlin. Eigentlich sollte erst am morgigen Donnerstag alles repariert sein, doch nun gibt es positive Nachrichten für alle Betroffenen: Ab 11 Uhr am Mittwochvormittag soll es überall im Südwesten Berlins wieder Strom geben. Das berichtet RBB24 und beruft sich dabei auf eine Quelle aus dem Umfeld der Senatskanzlei.
Über Warn-Apps auf Smartphones wurde gegen 9.30 Uhr mitgeteilt, dass bis 10.30 Uhr alle Notstromaggregate vom Netz genommen werden sollen, „um Schäden zu vermeiden“. Außerdem sollte man nicht sofort „starke Stromverbraucher“ wie Waschmaschinen in Betrieb nehmen.
Aktuell sind noch 19.900 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Aber womöglich können auch sie bald aufatmen und wieder in die Normalität zurückkehren. Der Betreiber beginne schrittweise mit der Wiederversorgung in den betroffenen Gebieten.

Stromnetz-Sprecher Henrik Buster bestätigte dem KURIER, dass alle Berliner im Südwesten am Mittwoch wieder Strom haben werden – aber nicht alle um 11 Uhr. „In der Tat versuchen wir heute Vormittag, dass nach und nach alle noch stromlosen Haushalte ans Netz kommen“, sagt er. „Dies kann aber bis zum Abend dauern.“
Dass die Stromnetz Berlin GmbH mit ihren Arbeiten schneller vorangekommen sei als ursprünglich geplant, sei angeblich darauf zurückzuführen, dass der Regierende Bürgermeister Kai Wegner darauf gedrängt habe, eine Großschadenslage auszurufen. Der CDU-Politiker stand wegen seines mangelnden Engagements in der Notlage zuletzt stark in der Kritik.
Der Stromnetz-Sprecher erklärte, dass alle beteiligten Helfer richtig schnell gearbeitet hätten. „Es wurden Überstunden gemacht, es war zusätzliches Personal im Einsatz“, sagt Buster. Unterstützung kam auch von Strom-Experten und Technischem Hilfswerk aus anderen Bundesländern. „Alle haben richtig rangeklotzt“, so der Sprecher. Vor allem, weil die kommenden Nächte noch kälter werden sollen.
Wer steckt hinter dem fatalen Brandanschlag?
Die guten Nachrichten kommen kurz nach dem zweiten Bekennerschreiben der linksextremen „Vulkangruppe“. Die Gruppe will hinter dem Brandanschlag auf die Berliner Kabelbrücke stecken – und empört sich über die jüngsten Spekulationen über einen russischen Hintergrund.

Die Ermittlungen, wer wirklich für den massiven Stromausfall in Berlin verantwortlich ist, halten an. Doch auch Kai Wegner nannte einen linksextremen Hintergrund wahrscheinlich.


