Berlin-Wer steckt wirklich hinter dem Brandanschlag, der am Samstag rund 45.000 Haushalte im Südwesten der Hauptstadt lahmgelegt hat? Diese Frage beschäftigt die Berliner seit Tagen. Die Ermittlungen dazu laufen noch. Doch das ursprüngliche Bekennerschreiben der linksextremen „Vulkangruppe“ wurde aus der Bevölkerung teilweise angezweifelt. Stattdessen wurde gemunkelt, die Attacke auf das Stromnetz sei in Russland geplant worden. Diese Spekulationen weist die „Vulkangruppe“ jetzt aber vehement zurück.
„Vulkangruppe“ bekennt sich erneut
Die „Vulkangruppe“ will die Situation „richtigstellen“. Auf der linken Plattform Knack.news haben sie ein zweites Bekennerschreiben veröffentlicht – von dieser Seite stammte auch das erste. „Zu den kursierenden Unterstellungen einer angeblichen ‚False-Flag-Aktion‘ eines ausländischen Staates sagen wir klar: Diese Spekulationen sind nichts weiter als der Versuch, die eigene Ohnmacht zu kaschieren“, schreiben die Terroristen.

„Dass Menschen hier vor Ort in der Lage sind, Infrastruktur anzugreifen, passt nicht ins Sicherheitsnarrativ von Politik und Behörden“, sagt die „Vulkangruppe“. „Also wird ein äußerer Feind konstruiert. Das ist bequem, entlastet und verschiebt die Debatte.“
„Unser Handeln richtete sich nicht gegen Menschen“
Noch immer sind rund 25.000 Haushalte in Berlin ohne Strom, viele Menschen frieren in ihren Wohnungen. Alte und Kranke mussten umgesiedelt werden, Schulen sind geschlossen, es kam zu Autounfällen – die Liste der Folgen des Stromausfalls ist lang.

Dazu sagt die „Vulkangruppe“ in ihrer „Richtigstellung“: „Unser Handeln richtete sich nicht gegen Menschen, sondern gegen eine Infrastruktur, die tagtäglich Menschen, Umwelt und Zukunft zerstört.“
Weiter erklärt die Gruppierung: „Diese Härten sind nicht zufällig, sondern Ergebnis eines Systems, das kritische Versorgung zentralisiert, profitorientiert organisiert und bewusst verwundbar macht.“


