Blackout in Berlin

Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nach Kabel-Brandanschlag

Nach dem Brandanschlag auf wichtige Kabel sind noch Tausende Menschen im Berliner Südwesten ohne Strom. Politik und Behörden gehen von einer linksextremistischen Tat aus.

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Einsatzkräfte der Polizei stehen an der Brandstelle einer Kabelbrücke vor dem Kraftwerk Lichterfelde am Teltowkanal.
Einsatzkräfte der Polizei stehen an der Brandstelle einer Kabelbrücke vor dem Kraftwerk Lichterfelde am Teltowkanal.Michael Kappeler/dpa

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen zu dem Brandanschlag, der im Berliner Südwesten zu einem großen Stromausfall geführt hat. Das teilte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Er begründete dies mit der „besonderen Bedeutung des Einzelfalls“. Weitere Angaben zu den Ermittlungen machte der Sprecher zunächst nicht.

Der Brandanschlag geht nach Einschätzung der Behörden auf das Konto von linksextremistischen Tätern. Ein bei den Behörden eingegangenes Bekennerschreiben mutmaßlicher Linksextremisten ist laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) authentisch.

Das lange Schreiben der mutmaßlichen Täter „Vulkangruppe“ trägt die Überschrift „Den Herrschenden den Saft abdrehen“. „In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört“, hieß es dort. Das Gaskraftwerk in Lichterfelde sei „erfolgreich sabotiert“ worden. „Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft“, hieß es in dem Schreiben.