Wie konnte es zum massiven Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf kommen? Derzeit sind immer noch rund 25 000 Haushalte ohne Strom. Berlin will seine Konsequenzen ziehen. Neuralgische Punkte des Stromnetzes sollen künftig stärker überwacht werden, mit zusätzlichen Kameras und künstlicher Intelligenz.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat angekündigt, kritische Infrastruktur besser schützen zu wollen. Derzeit verlaufe nur ein Prozent des 35.000 Kilometer langen Berliner Stromnetzes überirdisch. Drei Viertel dieser Leitungen seien bereits mit Kameras gesichert – meist auf privatem Gelände. Das restliche Viertel liegt im öffentlichen Raum. Problem: der Datenschutz verhindert eine Überwachung.
„Im Krisenstab haben wir beschlossen, das zu ändern“, so Giffey. Geplant ist zudem der Einsatz von KI. Dadurch könnten Veränderungen an Standorten, etwa Hitzeentwicklung, erkannt werden. „Das ist eine sehr konkrete Sache, die wir machen werden und wollen“, so Giffey.
Neuralgische Punkte sollen von der Polizei überwacht werden
Auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) unterstützt die Pläne. „Wir wollen das schnell machen“, sagte er. Zusätzlich sollen neuralgische Punkte verstärkt von der Polizei überwacht werden. „Es darf niemand glauben, dass diese Stellen ungeschützt sind.“ (dpa)


