Er ist derzeit rund 3000 Kilometer von Berlin entfernt, dennoch sind die Gedanken von Hertha-Torwart Tjark Ernst in der Hauptstadt. Mit dem Zweitligisten bereitet er sich in Lagos/Portugal auf die zweite Halbserie vor, dennoch hilft Ernst den Stromausfall-Opfern in Berlin.
Via Instagram meldet er sich zu Wort und schreibt: „Die bedrückenden Geschichten und Fotos von Senioren in Notunterkünften und Familien mit Kindern beschäftigen mich sehr“, sagt der 22-Jährige.
Mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes und anderen Partnern konnte er helfen, trotz seiner Abwesenheit. „Wir haben drei Familien und vier Senioren eine kostenfreie Unterkunft organisiert. Ein großes Dankeschön an alle Helfer!“
Tjark Ernst fordert die Berliner auf, durchzuhalten!
Ernst zeigt sich bewegt: „Bei den Fotos musste ich an meine Großeltern denken. An alle betroffenen Berliner bleiben mir nur die Worte: Haltet durch, fühlt Euch gedrückt! Ihr schafft das! Euer Tjark“
Der Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf dauert an. Tausende Haushalte sind weiter ohne Strom – und die Solidarität wächst. Auch in Portugal.
Tjark Ernst ist seit Sommer 2022 in Charlottenburg. Nach seinem Profi-Debüt im Mai 2023 gegen Wolfsburg etablierte er sich als Nummer 1 in der 2. Bundesliga. Im September 2024 verlängerte er seinen Vertrag bis 2027. Bislang hat der gebürtige Stuttgarter 80 Pflichtspiele für Hertha absolviert, der 16-fache DFB-Jugendnationalspieler ist der unumstrittene Stammkeeper.
Die Mannschaft von Hertha ist noch bis zum 10. Januar in Portugal
Das Hertha-Team weilt noch bis zum 10. Januar an der Algarveküste. Dort steht am Tag vor der Abreise ein Testspiel gegen den belgischen Erstligisten Standard Lüttich an. Am 17. Januar kommt Zweitliga-Tabellenführer Schalke zum Rückrunden-Auftakt ins Olympiastadion.
Dienstag herrschten in Portugal im Übrigen frühlingshafte Bedingungen, das Thermometer stieg auf sonnige 12 Grad. Kein Vergleich also zu den Temperaturen in der deutschen Hauptstadt.




