Blackout

An Tag 3 bleiben diese Schulen, Kitas und Supermärkte zu

Der Stromausfall in weiten Teilen Berlins hält die Menschen weiter in Atem. So geht es zu Beginn der neuen Woche weiter.

Author - Sebastian Krause
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Der Stromausfall im Südwesten Berlins wird die Menschen noch in der kommenden Woche beschäftigen.
Der Stromausfall im Südwesten Berlins wird die Menschen noch in der kommenden Woche beschäftigen.Michael Ukas/dpa

Die Sorgen sind groß. Und die Fragen auch. Wie geht es am Montag nach dem Stromausfall weiter? Kann mein Kind überhaupt zur Schule oder Kita gehen? Wie geht es den pflegebedürftigen Menschen? Und wo findet man Hilfe, wenn man vom massiven Blackout betroffen ist?

Im Gebiet ohne Strom bleiben von Montag bis zunächst einschließlich Mittwoch rund 20 Schulen geschlossen, wie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mitteilte. Bei dringendem Bedarf werde in Schulen mit Strom eine Notbetreuung für Schüler eingerichtet, hieß es. „Aus Gründen der Sicherheit und des ordnungsgemäßen Betriebs“ könne kein geordneter Unterricht stattfinden.

Schulen bleiben zunächst bis einschließlich Mittwoch geschlossen

„Um Familien in dieser Ausnahmesituation zu unterstützen“, werde für Schülerinnen und Schüler „mit dringendem Betreuungsbedarf“ eine Notbetreuung eingerichtet, teilte die Verwaltung weiter mit.

Diese findet nach derzeitigem Stand an folgenden Standorten statt:

Auch Kitas bleiben erst einmal geschlossen

Nach Angaben der Senatsverwaltung bleiben zunächst auch die betroffenen Kindertageseinrichtungen geschlossen. Für Montag, 5. Januar, könne noch keine Notbetreuung angeboten werden. Die Verwaltung stehe „in engem Austausch“ mit dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf sowie den Kita-Trägern.

Am Montag werde darüber informiert, wie die Notbetreuung ab Dienstag organisiert werde. Die Verwaltung wolle entsprechende Informationen „zeitnah“ zur Verfügung stellen.

Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) hofft, dass man Menschen notfalls in Pflegeeinrichtungen in anderen Stadtteilen verlegen kann, wenn diese freie Kapazitäten gemeldet hätten.
Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) hofft, dass man Menschen notfalls in Pflegeeinrichtungen in anderen Stadtteilen verlegen kann, wenn diese freie Kapazitäten gemeldet hätten.imago

Vom Stromausfall sind auch zahlreiche Pflegeeinrichtungen und pflegebedürftige Menschen in ihren Wohnungen betroffen. Auch hier sei der Berliner Senat in enger Abstimmung unter anderem mit der Feuerwehr, um diese Menschen notfalls in Pflegeeinrichtungen in anderen Stadtteilen zu verlegen, die freie Kapazitäten gemeldet hätten, so Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD).

Feuerwehr und Hilfsorganisationen richteten etwa in einem Freizeitzentrum oder im Rathaus Zehlendorf Notunterkünfte ein, in denen Menschen die Nacht verbringen können. In der ersten Nacht wurden diese nach Angaben des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf nur von wenigen genutzt, darunter von einer 97 Jahre alten Rentnerin.

Handys können in Notunterkünften aufgeladen werden

Wichtig ist für viele Leute, ihre Handys aufzuladen. Das können sie in den Notunterkünften und anderen dezentralen Anlaufpunkten tun, die die Feuerwehr oder das Technische Hilfswerk aufgebaut haben. Dort kann man auch Notrufe absetzen.

Internetempfang haben die meisten in den betroffenen Stadtteilen nicht. Ebenfalls Folge des Stromausfalls waren erhebliche Störungen bei den S-Bahn-Linien 1 und 7. Etliche Supermärkte blieben am Samstag dicht, am Montag dürfte es nicht anders sein.

Stromnetz Berlin gibt weiteren Haushalten und Gewerbekunden wieder Strom

Trotz der Sorgen und Probleme gibt es bereits erste Lichtblicke. Wie die Stromnetz Berlin am Sonntagabend in einer Pressemitteilung bekannt gab, seien durch Umschalten und Verbindungen aus anderen Teilen des Netzes bis Sonntagnachmittag weitere 4000 Haushalte und 180 Gewerbekunden in Zehlendorf wieder mit Strom versorgt worden. Sie seien „bei der priorisierten Wiederversorgung mehrerer Pflegeeinrichtungen mit zurück ans Netz gebracht“ worden.

Damit seien aktuell noch rund 31 000 Haushalte und etwa 1700 Gewerbekunden in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde ohne Strom. Von dem Stromausfall waren zunächst 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Unternehmen betroffen.

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