Der riesige Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres – die meisten Betroffenen dürften sich inzwischen zum Glück davon erholt haben. Und doch hat der Anschlag auf das Stromnetz, der zum tagelangen Blackout führte, Folgen! Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will bei der Suche nach den Tätern jetzt auf die Mithilfe der Bevölkerung setzen – und deutet an, dass für Hinweise hohe Belohnungen winken.
Innenminister will Kopfgeld für Strom-Saboteure
Setzt das Innenministerium jetzt ein Kopfgeld auf Strom-Saboteure aus? Der Blackout Anfang Januar war bereits der zweite innerhalb von Monaten. Schon im vergangenen Jahr kam es im Süden Berlins zu einem massiven Stromausfall, nachdem Angreifer einen Strommast in Brand gesetzt hatten. Jetzt sollen die Bürger dabei helfen, die Terroristen zu fassen – mit hohen Belohnungen!
Ein Sprecher des Innenministers sagte jetzt gegenüber BILD, dass Alexander Dobrindt einem solchen Kopfgeld offen gegenübersteht. „Bundesinnenminister Dobrindt befürwortet eine hohe finanzielle Belohnung für Hinweise zur Ermittlung der linksterroristischen Täter der Vulkangruppe des Anschlags auf das Berliner Stromnetz.“ Von einer konkreten Summe war nicht die Rede. Allerdings zeigen die Belohnungen bei anderen Fahndungen, mit welchen Summen hier Hinweisgeber aus der Deckung gelockt werden können.

Belohnungen: So viel Geld gab es bei großen Fahndungen
Der Hinweisgeber, der mit seinem Wissen zur Ergreifung der RAF-Terroristin Daniela Klette beitrug, bekam laut Berichten beispielsweise 25.564,60 Euro. Für die noch flüchtigen RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg ist eine Belohnung von insgesamt 150.000 Euro ausgesetzt. In den früheren Jahren der RAF wurde sogar mit Summen von bis zu einer Million D-Mark um Hinweise geboten!
Für Hinweise zum Berliner Breitscheidplatz-Attentäter setzte das BKA 100.000 Euro aus – und eine halbe Million Euro wurde für Hinweise zum Raub im Grünen Gewölbe versprochen.




