Beim 1. FC Union Berlin wächst der Frust. Nach der bitteren 1:4‑Pleite gegen Werder Bremen kassieren die Eisernen nun auch juristisch den nächsten Rückschlag. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bleibt hart – und bestätigt die Sperre für Mittelfeldkämpfer Andras Schäfer. Damit fehlt Trainer Steffen Baumgart ein wichtiger Abräumer ausgerechnet in zwei schweren Spielen im Abstiegskampf. In Köpenick wird die Lage immer brisanter.
DFB lehnt Union-Einspruch ab, bestätigt Schäfer-Sperre
Die Hoffnung beim 1. FC Union Berlin hielt nur kurz. Nach der umstrittenen Roten Karte gegen Andras Schäfer beim 1:4 gegen Werder Bremen hatte der Klub Einspruch eingelegt. Die Verantwortlichen hofften auf eine mildere Strafe – doch der DFB blieb hart. Das Sportgericht des DFB bestätigte die Sperre von zwei Bundesliga-Spielen.

Damit verpasst Schäfer nicht nur das wichtige Auswärtsspiel beim SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr, Dazn), sondern auch die Mammutaufgabe eine Woche später beim FC Bayern München (21. März, 15.30 Uhr).
Warum die Schäfer-Sperre Baumgart extrem wehtut
Für Union ist das ein herber Schlag. Der ungarische Nationalspieler gehört zu den wichtigsten Kämpfern im Mittelfeld der Eisernen. In dieser Bundesliga-Saison stand Schäfer bislang in 21 Spielen auf dem Platz. In den letzten drei Partien vertraute Trainer Steffen Baumgart sogar jeweils auf ihn in der Startelf.

Ausgerechnet jetzt fehlt der Abräumer – mitten im Abstiegskampf.
Khedira und Baumgart wüten über die Rote Karte
Der Platzverweis selbst hatte bereits für heftige Diskussionen gesorgt. In der 19. Minute trat Schäfer beim Stand von 1:0 für Union Bremens Jens Stage im Mittelfeld mit viel Wucht auf den Fuß. Schiedsrichter Timo Gerach stand nur wenige Meter entfernt und zeigte sofort Rot. Der Video-Assistent griff nicht ein.
Kapitän Rani Khedira kritisierte den Platzverweis anschließend deutlich. „Ist es oberhalb vom Knöchel? Ist es nicht. Also ist es keine Rote Karte“, erklärte er bei Dazn und sprach von einer Fehlentscheidung. Auch Trainer Steffen Baumgart sah die Szene anders. Für ihn war das Foul „eine klare Gelbe Karte“.
Union gegen den DFB: Eine Geschichte voller Abfuhren
Der DFB blieb jedoch bei seiner Bewertung. Damit darf Schäfer erst wieder am 5. April (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC St. Pauli eingreifen. Bis dahin muss Union ohne einen seiner wichtigsten Zweikämpfer auskommen.




