Auch das noch

David Raum beobachtet Union-Spiel: Spionage-Tour des DFB-Stars!

DFB‑Star David Raum spioniert in der Alten Försterei – und Ex-Hertha-Talent Patrice Covic stichelt gegen Union Berlin.

Author - Sebastian Schmitt
Teilen
David Raum, Abwehrspieler von RB Leipzig, verfolgte die Partie des 1. FC Union Berlin gegen den SV Werder Bremen im Stadion An der Alten Försterei.
David Raum, Abwehrspieler von RB Leipzig, verfolgte die Partie des 1. FC Union Berlin gegen den SV Werder Bremen im Stadion An der Alten Försterei.Sebastian Räppold/Matthias Koch/IMAGO

Prominenter Beobachter in Köpenick. Beim 1:4 des 1. FC Union Berlin gegen Werder Bremen mischte sich ein DFB-Star unter die Zuschauer. David Raum von RB Leipzig saß mitten auf der Tribüne der Alten Försterei – mit Kapuze und Basecap. Zufall? Wohl kaum. Der Nationalspieler war auf geheimer Mission unterwegs.

RB‑Star Raum beobachtet in Köpenick Union und Bremen

Der Kapuzenpulli tief ins Gesicht gezogen, dazu eine schwarze Baseballmütze. David Raum wollte offenbar nicht erkannt werden. Doch in der Alten Försterei bleibt so etwas selten lange unbemerkt.

Zu Tränen gerührt: Herthas Ex-Cheftrainer Ante Covic freut sich über das erste Bundesligator seines Sohnes Patrice – ausgerechnet gegen den 1. FC Union Berlin.
Zu Tränen gerührt: Herthas Ex-Cheftrainer Ante Covic freut sich über das erste Bundesligator seines Sohnes Patrice – ausgerechnet gegen den 1. FC Union Berlin.Sebastian Räppold/Matthias Koch/IMAGO

Der Nationalspieler von RB Leipzig saß beim 1:4 des 1. FC Union gegen Werder Bremen auf der Tribüne – und beobachtete aufmerksam das Geschehen auf dem Platz. Der Grund: Raum war auf Spionage-Tour.

Warum Leipzig jetzt bei Union ganz genau hinschaut

Der Hintergrund: Leipzig trifft im April sowohl auf Werder als auch auf Union. Erst geht es für RB nach Bremen, kurz darauf reisen die Eisernen nach Sachsen. Da lohnt sich ein genauer Blick auf Taktik, Schwächen und Abläufe.

Ein Berliner trifft in Köpenick: Ex-Hertha-Talent Patrice Covic (18) jubelt über sein erstes Tor in der Bundesliga.
Ein Berliner trifft in Köpenick: Ex-Hertha-Talent Patrice Covic (18) jubelt über sein erstes Tor in der Bundesliga.Sebastian Räppold/Matthias Koch/IMAGO

Zeit genug hatte Raum jedenfalls für den Abstecher nach Berlin-Köpenick. Am Sonnabend hatte der Kapitän des bei Union verhassten Brauseklubs mit Leipzig noch 2:1 gegen den FC Augsburg gewonnen – nach Rückstand. Während Leipzig im Rennen um die Champions-League-Plätze kämpft, rutscht Union immer tiefer in den Tabellenkeller der Bundesliga. Nur noch vier Punkte trennen die Eisernen vom Relegationsrang.

Ex-Herthaner Patrice Covic trifft – Papa Ante weint

Raum war allerdings nicht der einzige prominente Zuschauer an diesem Abend. Auch Dänemarks Handball-Weltstar Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin saß auf der Tribüne – mit Union-Schal. Neben ihm: Landsmann und Union-Profi Robert Skov, der wegen seiner hartnäckigen Wadenverletzung weiter zuschauen muss.

Emotional wurde es ein paar Reihen weiter. Ante Covic, früher Cheftrainer von Hertha BSC und zurzeit U19-Coach der Blau-Weißen, verfolgte die Partie ebenfalls im Stadion und vergoss voller Stolz ein paar Tränen. Sein Sohn Patrice Covic, bis vor kurzem bei Hertha ausgebildet, traf für Werder Bremen zum 4:1-Endstand – ausgerechnet im Stadion des Berliner Stadtrivalen.

Das Toptalent jubelt über seinen Premierentreffer in der Bundesliga:„Einen schöneren Ort zum Toreschießen gibt es für mich nicht. Hertha ist immer noch in meinem Herzen. Dann gegen Union zu treffen, ist einfach unfassbar.“

Ganz klar: Beim 1. FC Union Berlin kommt gerade viel zusammen. Spionage, Stolz und und sportlicher Frust.