1:4-Heimpleite

Schäfer Rot, jetzt ist Union Berlin in Abstiegsnot

Nach diesem bitteren 1:4 des 1. FC Union Berlin in Unterzahl gegen Werder Bremen geht die Abwärtsspirale weiter.

Author - Wolfgang Heise
Teilen
Hängende Köpfe beim 1. FC Union: Aljoscha Kemlein, Leopold Querfeld ,, Stanley Nsoki und Rani Khedira können die Heimpleite gegen Werder Bremen nicht fassen.
Hängende Köpfe beim 1. FC Union: Aljoscha Kemlein, Leopold Querfeld ,, Stanley Nsoki und Rani Khedira können die Heimpleite gegen Werder Bremen nicht fassen.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Das Abstiegsgespenst ist an der Alten Försterei zurück. Der 1. FC Union verliert 1:4 (1:2) gegen Werder Bremen. Es ist die vierte Heimpleite der Saison. Das Punktepolster auf die Abstiegsränge ist auf vier geschrumpft. Der Knackpunkt war eine Rote Karte für Andras Schäfer. Mit nur zehn Mann waren die Köpenicker hoffnungslos unterlegen.

Köhn trifft per Elfer, Schäfer sieht Rot

Es fing alles so gut für die Rot-Weißen an. Ex-Herthaner Niklas Stark tat Elyas Ansah den Gefallen zog an seinem dessen Trikot und Ansah ließ sich clever in den Strafraum fallen. Elfmeter in der 18 Minute: Derrick Köhn verwandelte eiskalt zum 1:0..

Doch nur eine Minute später war die Köpenicker Welt auf den Kopf gestellt. Andras Schäfer trat beim einem nickligen Zweikampf im Mittelfeld Bremens Stage auf den Fuß. Der Werder-Profi blieb verletzt auf dem Rasen liegen und Schiri Timo Gerach zeigte sofort Rot - harte Entscheidung!

Bremens Niklas Stark hielt Ilyas Ansah fest und es gab Elfer für den 1. FC Union.
Bremens Niklas Stark hielt Ilyas Ansah fest und es gab Elfer für den 1. FC Union.IMAGO/O.Franke

Bremen mit Ecken-Doppelschlag zum 2:1

Mit zehn Mann wurde es dann schwer gegen die offensivstarken Hanseaten. Doch viel bedenklicher war die neue ungeahnte Schwäche der Eisernen bei Standards. Eine Bremer Ecke wurde schlampig geklärt und Werders Olivier Deman konnte aus dem Hinterhalt mit einem Traumtor in den Winkel zum 1:1 einnetzen (31.).

Nur vier Minuten später wieder eine Werder-Ecke, diesmal konnte Jens Stage mit einem Kopfballtorpedo zum 2:1 vollstrecken. Torwart Frederik Rönnow fluchte völlig zurecht. Mit dem Rückstand ging es in die Kabine.

Bremens Jens Stage kommt nach einer Ecke unbedrängt zum Kopfball. Das war das 2:1 für Werder.
Bremens Jens Stage kommt nach einer Ecke unbedrängt zum Kopfball. Das war das 2:1 für Werder.IMAGO/Matthias Koch

Jeong-Slapstick beim dritten Gegentor

Auch in zweiten Halbzeit gab es keine zündende Idee der Köpenicker in Unterzahl noch das Spiel zu drehen. Stattdessen sorgte die Eisernen noch für einen unfreiwilligen Slapstick. Danilho Doekhi wollte mit dem Kopf den Ball aus dem Strafraum köpfen. Doch die Kugel klatschte ans Gesäß von Woo-Yeong Jeong. Bremens Romano Schmid schnappte sich en Ball und legte quer zu Marco Grüll, der locker zum 3:1 einschob.

Das war die Entscheidung. Das 4:1 für Bremen durch Ex-Herthaner Patrice Covic war nur noch eine bittere Nuance mehr. Spätestens jetzt muss es allen in Köpenick klar werden. Es wird ein harter Kampf bis zum Klassenerhalt. Die Abwärtsspirale ist da. In der Rückrundentabelle liegt Union jetzt mit fünf Punkten auf Platz 16.