Sechs-Punkte-Spiel

Vor Bremen-Spiel: Baumgart ruft für Union Berlin den Abstiegskampf aus

Der 1.FC Union muss Sonntag im Heimspiel gegen Werder Bremen den Abwärtstrend stoppen, sonst wird es nochmal brenzlig.

Author - Wolfgang Heise
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Steffen Baumgart  bei der Arbeit auf dem Trainingsplatz des 1. FC Union Berlin.
Steffen Baumgart bei der Arbeit auf dem Trainingsplatz des 1. FC Union Berlin.IMAGO/Matthias Koch

Es wird Sonntag (17.30 Uhr) ein Sechs-Punkte-Spiel. Die Heimpartie gegen Werder Bremen wird die Richtung angeben, ob der 1. FC Union die Saison sicher über die Bühne oder ob wieder gezittert werden muss. Beim Sieg ist der Tabellensechzehnte aus Bremen abgeschüttelt, bei einer Pleite sind es nur noch drei Punkte Vorsprung. Trainer Steffen Baumgart hat die trügerische Lage längst erkannt und mahnt alle.

Baumgart blickt in der Tabelle nach unten

„Wir sind im Moment im Mittelfeld. Zehn Spieltage vor Schluss weißt du, wo du stehst, und da ist mein Blick nach unten Richtung Klassenerhalt“, sagt der Union-Coach klipp und klar. Diese Einschätzung der Lage ist auch realistisch. Das Punkte-Polster wurde in der Hinrunde mit starken 23 Zählern erkämpft.

Doch in den letzten Woche schrumpfte es. Fünf Zähler in sieben Spielern sind eben doch ein Formbarometer, das nach unten zeigt. Der Tiefpunkt war die schlechteste Saisonleistung vergangene Woche beim 0:1 in Gladbach.

Nur ein Ausrutscher oder doch mehr? Baumgart: „Wir können uns an Gladbach festhalten oder an dem, was wir in der Saison geleistet haben. Den Tabellenplatz haben wir uns erarbeitet und den wollen wir halten. Ich bin dafür da, um zu erklären, was geht. Das kann ich aus meiner Sicht sehr gut.“

Union-Stürmer Oliver Burke hatte vor einer Woche beim 0:1 in Gladbach nur wenig Gelegenheit, ein Tor zu schießen.
Union-Stürmer Oliver Burke hatte vor einer Woche beim 0:1 in Gladbach nur wenig Gelegenheit, ein Tor zu schießen.IMAGO/Matthias Koch

Baumgarts Motto: „Nicht reden, einfach machen!“

Das Gladbach-Spiel wurde analysiert und Baumgart sagt: „Ich brauche kein Tacheles reden. Ich bin sicher, dass ich eine klare Ansprache habe. Die Stimmung ist gut. Ich bin mit den Trainingsleistungen der Spieler in der Woche zufrieden. Wir müssen eine andere Intensität zeigen. Wir können darüber reden, aber wir müssen es am Sonntag machen.“

Kämpfen für den Klassenerhalt, nur noch das zählt. Es sind noch zehn Spiele, um ganz sicher zu gehen, brauchen die Köpenicker noch vier Siege, dann ist die ominöse 40er-Marke erreicht. Zu 90 Prozent reichen auch drei Siege und damit in der Abschlusstabelle 37 Punkte. Die Wende muss jetzt gegen Bremen her, sonst droht eine Abwärtsspirale.

Ein mahnendes Beispiel ist der VfB Stuttgart. In der Saison 2015/16 hatten die Schwaben genau wie Union jetzt 28 Punkte nach 24 Spielen. Der VfB stieg trotzdem am Ende mit 33 Zählern auf Platz ab.