Verletzungs-Alarm in Köpenick! Trainer Steffen Baumgart muss beim 1. FC Union Berlin seit Wochen auf wichtige Leistungsträger verzichten. Besonders bitter: Die Hoffnung auf schnelle Comebacks zerschlägt sich immer wieder. Union kämpft nicht nur gegen Gegner, sondern gegen den eigenen Körper.
Wechselträume von Diogo Leite platzen ohne Spielpraxis
In Köpenick stapeln sich die Hiobsbotschaften.

Diogo Leite fehlt. Und er fehlt brutal. Der defensive Stammkraft laboriert an einer Oberschenkelverletzung, befindet sich im vorsichtigen Aufbauprogramm. Die Belastung wird dosiert. Vor April rechnet niemand mit er Rückkehr des Portugiesen.
Rothe und Juranovic – Rückfälle, Frust und Ungewissheit
Für Leite ist die Situation doppelt bitter. Der Linskfuß träumt von einem Wechsel zu einem Top-Klub im Sommer. Doch ohne Spielpraxis verliert er Argumente. Qualität hat er bewiesen – aber der Markt schaut genau hin.

Auf der linken Seite fehlt auch Leites eigentlicher Stellvertreter Tom Rothe. Der Verteidiger schmerzt eine hartnäckigen Muskelverletzung. Rothe will sich nicht festlegen, wann er wieder richtig mitmischen kann. „Vielleicht in drei Wochen“, erklärt er vorsichtig.
Skov verpasst alles: Rückschlag folgt auf Rückschlag
Auch auf der rechen Seite muss Baumgart improvisieren. Josip Juranovic kommt seit Monaten nicht in Tritt. Immer wieder werfen ihn Blessuren zurück. Der Kroate, eigentlich als Unterschiedsspieler verpflichtet, wird zum Teilzeit-Profi wider Willen. Für Union ein sportlicher Verlust. Für Juranovic ein persönliches Drama. Die WM 2026 rückt näher – doch wer dauerhaft fehlt, wird schnell vergessen.
Das gilt auch für Robert Skov, der nur in den ersten drei Bundesligaspielen und in der ersten Runde des DFB-Pokals auf dem Platz stand. Danach erlitt der Däne im Testspiel gegen Luckenwalde eine schwere Wadenverletzung. Rückschlag folgte auf Rückschlag. Zwölf Spiele verpasste er allein bis Jahresende. Baumgart erklärte damals: „Er wird erst im neuen Jahr wieder zurück sein.“ Doch daraus wurde nichts.
Baumgart kämpft gegen den Kader-Notstand
Baumgart tritt auf die Bremse. „Wir müssen vorsichtig sein. Das dauert noch. Ich rechne nicht vor der Länderspielpause Ende März.“



