Lange gemauert und am Ende doch unglücklich verloren. Der 1. FC Union unterliegt Borussia Mönchengladbach in den Schlussminuten durch einen VAR-Foulelfmeter mit 0:1 (0:0).
Nur eine plumpe Schwalbe hat Unterhaltungswert
Hinten Beton anrühren und vorne auf die Chance des Spiels warten. Das war der Matchplan des 1. FC Union. Heraus kam in der ersten Halbzeit ein einziger Torschuss von Andras Schäfer aus 18 Metern in der 10. Minute, bei dem Borussia-Keeper Moritz Nicolas aber keine Mühe hatte.
Der Unterhaltungswert tendierte gegen Null, wäre da nicht Gladbachs Rocco Reitz gewesen. Für seine plumpe, schauspielerische Einlage mit einer Schwalbe im Strafraum (25.) sorgte er für Lacher. Er selbst konnte sich danach nicht amüsieren. Denn der aufmerksame Schiri Dr. Matthias Jöllenbeck, der nur fünf Meter daneben stand, zeigte Reitz für die Unsportlichkeit völlig zurecht die Gelbe Karte.

Die Eisernen verteidigten hinten und hatten Torwart Frederik Rönnow, der einen 28 Meter-Schuss von Philipp Sander und hielt, und dann Glück, weil Kevin Diks den abgeprallten Ball nur über das Tor köpfte (45.+2). So ging es mit einem 0:0 in die Kabine.
Nach der Pause ging es erstmal nicht weiter. Denn Schiri Jöllenbeck, dem Orthopädie-Arzt, musste sein Funkempfänger am Oberarm durch den vierten Offiziellen eingerenkt werden. Die zweite Halbzeit wurde mit vier Minuten Verspätung angepfiffen. Kapitän Christoper Trimmel war in der Kabine geblieben, für ihn spielte Janik Haberer.
VAR kassiert Gladbachs Tor ein
In der 65. Minute wurde dann Jöllenbecks Funkgerät benötigt. Gladbachs Diks hatte ins Tor getroffen, doch der VAR kassierte den Treffer korrekt ein. Passgeber Reitz stand vorher im Abseits.
Die Köpenicker machten einfach humorlos mit Defensivarbeit weiter. In der 86. Minute musste dann Keeper Rönnow noch mit einer Doppelparade retten. Doch dann funkte VAR Sascha Stegemann wieder dazwischen.


