Grischa Prömel war beim 1. FC Union Berlin Publikumsliebling – auf dem Platz und auf dem Parkplatz. Während andere mit PS protzten, rollte er im alten Ford Fiesta vor. Jetzt steht der ehemalige Vize-Kapitän der Eisernen vor dem letzten großen Vertrag seiner Karriere. Und der könnte ihn endgültig zum Multimillionär machen.
Vom Ford Fiesta zum Mega‑Vertrag: Prömels Weg
Fünf Jahre rackerte Grischa Prömel für den 1. FC Union Berlin. 2017 kam er nach Köpenick, 2019 feierte er den Bundesliga‑Aufstieg, 2022 den Einzug in die Europa League. Prömel war Motor, Antreiber, Mentalitätsmonster.
Und er blieb bodenständig.
Leipzig, Stuttgart, Frankfurt – alle sind an Prömel dran
Wer ihn am Stadion An der Alten Försterei traf, sah keinen Sportwagen, sondern einen alten Ford Fiesta. Ein Geschenk von der Oma zum 18. Geburtstag. Dieses Bild passte zu Union – und zu Prömel.

Über seinen Ford erklärte er damals: „Er bringt mich von A nach B und ab und zu nehme ich Kollegen mit. Andi Luthe (Ex‑Torhüter des 1. FC Union, d. Red.) setzt sich einen Helm auf.“
Hoffenheim kontert mit Millionen‑Handgeld
2022 zog es den gebürtigen Stuttgarter ablösefrei zur TSG Hoffenheim. Heimatnah, solide Perspektive, Bundesliga auf hohem Niveau. Vier Jahre später läuft sein Vertrag im Kraichgau aus – und der Poker ist eröffnet.

RB Leipzig, VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt sind aus der Bundesliga scharf auf Prömel – aus dem Ausland lockt der FC Sevilla.
Warum Prömel für die TSG „brutal wichtig“ ist
Fakt ist: Der Ex‑Unioner hat nach seinem starken Comeback nach seinem Kreuzbandriss die Qual der Wahl. Der Prömel‑Poker geht in die heiße Phase. Wie schon beim Abschied aus Berlin tendiert Prömel noch mehr in Richtung Heimat. Der VfB soll in der Poleposition sein.
Doch auch die TSG streckt sich gewaltig, will Prömel mit einem Millionen‑Handgeld von einem Verbleib überzeugen. Als Faustpfand hat Hoffenheim als aktueller Tabellendritter die Champions League im Blick.
Heimatfaktor: Hat der VfB die Nase vorn?
TSG‑Sportchef Andreas Schicker: „Grischa ist ein brutal wichtiger Spieler für uns – nicht nur auf dem Platz, auch außerhalb. Es war so, dass er um einige Tage Bedenkzeit gebeten hat. Wir werden nächste Woche die Gespräche wieder aufnehmen. Wir werden um ihn kämpfen.“
Schicker weiß, dass es schwer wird, Prömel zu halten: „Wenn ein Spieler vier, fünf Monate vor Ende des Vertrags noch nicht unterschrieben hat, kann es auch in eine andere Richtung gehen.“
Letzter großer Deal: Jetzt fällt die Entscheidung
Davon kann in Köpenick vor allem Horst Heldt ein Lied singen. Seit vergangenem Sommer versucht der Union‑Manager vergeblich, die auslaufenden Verträge von Diogo Leite und Danilho Doekhi zu verlängern, um das Abwehr‑Duo im Sommer nicht ablösefrei zu verlieren.




