Hohe Preise ab 1. Juli

Tankrabatt endet nach nur zwei Monaten: Politiker, merkt ihr noch was?

Der Tankrabatt läuft aus, die Spritpreise könnten steigen. Ein Kommentar über steigende Kosten, leere Versprechen und die Belastung der Bürger.

Author - Mariella Mandurino
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Unsere Spritpreise werden ab dem 1. Juli wieder explodieren.
Unsere Spritpreise werden ab dem 1. Juli wieder explodieren.IMAGO/Rene Traut

Wie schafft es eine Bundesregierung, einen immer sprachloser zu machen. Union und SPD haben beschlossen, dass die Spritpreisbremse ab dem 1. Juli ausläuft. Es ist eine Schweinerei für uns Bürger!

Seit Jahren sind wir nur am Zahlen und die Politik hält die Versprechen nicht

In den vergangenen Jahren sind die Preise für Lebensmittel, Sprit, Strom und Heizung in eine immense Höhe geschossen. Als ich mein Studium 2019 anfing, kam ich noch mit 420 Euro aus meinem Nebenjob super zurecht. Ich konnte meine Lebensmittel und Einkäufe, Anschaffungen für die Wohnung und sogar meinen Sprit locker bezahlen.

Heute kommt doch bei den Preisen kein Normal- geschweige denn Geringverdiener hinterher. Sepp Müller (CDU) sagte zu Bild über das Tankrabatt-Aus: „Es ist finanzpolitisch nicht sinnvoll. Wir können es uns in der aktuellen Lage nicht leisten, Schulden dafür aufzunehmen.“

Lieber Herr Müller, ich denke, Ihre Bürger können sich mittlerweile auch nichts mehr leisten. Blicken wir auf unsere Nachbarländer, sehen wir Regierungen, die in der Lage sind, ihre Bürger zu unterstützen und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sich in der Politik etwas sinnvolles tut. Schaue ich auf unsere Regierung, sehe ich schwarz.

Höhere Spritpreise kommen zu Beginn der Sommerferien

Und das Schlimmste ist auch noch, dass die Preiserhöhung zu den Sommerferien kommt. Wie soll es Singles, jungen Paaren und vor allem Familien mit Kindern noch möglich sein, sorglos in den Urlaub zu starten? Nicht mehr jeden Euro umzudrehen, weil Flüge, Züge und Spritpreise so teuer sind. Es ist alles nur noch ein Witz.

Tanken wird ab dem 1. Juli wieder deutlich teurer.
Tanken wird ab dem 1. Juli wieder deutlich teurer.Felix König/dpa

Wie oft wurden uns schon Hilfen versprochen? Während Corona gab es unzählige. Dass diese vor allem für Selbstständige als Gewinn gezählt wurden, hat uns anfangs auch niemand gesagt. Die ständigen Versprechungen, angeblichen Entlastungen und neue Beschlüsse sind wie ein Ex-Partner. Man möchte an das Gute glauben und wird trotzdem nur wieder enttäuscht.

Beim Spritpreis sollen jetzt neue Maßnahmen möglich sein. „Möglich“ heißt aber natürlich nicht, dass sie auch wirklich umgesetzt werden. So soll es höhere Pendlerpauschalen, niedrigere Energiesteuern, Zuschüsse für Autofahrer mit mittleren bis kleinen Einkommen, eine Stromsteuersenkung für alle und einen Spritpreisdeckel für Ölkonzerne geben.

Aber was heißt für die Politik mittleres Einkommen? Wer wird davon betroffen sein oder wird es wieder niedriger angesetzt, als es die Bürger tatsächlich brauchen würden? Da wurden natürlich mal wieder keine Angaben zu gemacht. Ich bin einfach nur noch entsetzt.

Wie stehen Sie zum Spritpreis-Aus? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com