Trendwende?

Spritpreise gehen runter. Jetzt tanken oder noch warten?

An den Zapfsäulen zeichnet sich eine leichte Entspannung ab, die Preise für Diesel und Benzin sinken. Geht es jetzt weiter nach unten?

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Bei den hohen Spritpreisen wird Tanken zum Luxus.
Bei den hohen Spritpreisen wird Tanken zum Luxus.Unai Huizi /Imagebroker / Imago

Die Spritpreise sind den zweiten Tag in Folge nach unten gegangen , wie der ADAC berichtet. Demnach verbilligte sich Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags um 7,3 Cent auf 2,346 Euro pro Liter. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 4,3 Cent auf 2,112 Euro pro Liter. Seit dem Absturz des Ölpreises in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Diesel damit um 10,1 Cent pro Liter nachgegeben, E10 um 7,6 Cent. Ist das jetzt die Trendwende?

Tanken weiterhin viel teurer als vor Kriegsbeginn

Experten hatten erwartet, dass es einige Zeit dauern wird, bis der niedrigere Ölpreis an den Zapfsäulen ankommt. Diese steht aber teilweise auch in der Kritik – unter anderem, weil im Gegensatz dazu Preiserhöhungen in der Regel schnell weitergegeben würden. Insgesamt ist Tanken aber auch nach den aktuellen Rückgängen noch sehr viel teurer als vor Kriegsbeginn Ende Februar. Bei Diesel sind es noch 60 Cent, bei Superbenzin gut 33 Cent.

Wie sich die Preise weiterentwickeln, dürfte in den nächsten Tage aber vor allem davon abhängen, wie die Preise für Rohöl sind - und damit von der Situation im Nahen Osten. Vor den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bewegte sich der Ölpreis am Freitagmorgen wenig und blieb klar unter der Marke von 100 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch nach Vereinbarung der Waffenruhe fast auf 90 Dollar gesunken war.

Die Preise für Diesel und Benzin sind leicht zurückgegangen.
Die Preise für Diesel und Benzin sind leicht zurückgegangen.Michael Brandt /dpa

Heute Energiepreis-Krisengipfel in Berlin

Am heutigen Freitag lädt Vizekanzler Lars Klingbeil zu einem Energiepreis-Krisengipfel ein. Der SPD-Chef hatte zuletzt angeregt, die Bürger gezielt, zum Beispiel über eine Mobilitätsprämie, zu entlasten und das über eine Übergewinnsteuer quasi von den Energiekonzernen finanzieren zu lassen. Außerdem wirbt er für einen flexiblen Preisdeckel für Sprit. 

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Bürgern und Unternehmen am Donnerstag keine schnellen Entlastungen wegen der hohen Spritpreise in Aussicht gestellt. Die Bundesregierung sei „in engstem Dialog“, man solle aber nicht mit kurzfristigen Entscheidungen rechnen, sagte der CDU-Chef in Berlin.

Wie gleichen Sie den teuren Spritpreis aus? Steigen Sie auf Bus und Bahn um?  Fahren Sie langsamer und damit spritsparender? Schreiben Sie uns per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com  .