Die traurigen Wetter-Prognosen: Statt Winter gibt es Frühsommer im Januar.
Die traurigen Wetter-Prognosen: Statt Winter gibt es Frühsommer im Januar. imago images/YAY Images

Bitte hinsetzen und die Fassung bewahren: Die Wetter-Prognose, die jetzt kommt, hat es richtig in sich. Der Januar läuft sich richtig warm. „Es sieht nach einem Total-Ausfall des Winters aus“, meint Wetter-Experte Dominik Jung. „Zumindest im Januar 2023!“

Ein Wärmeberg nach dem nächsten schiebt sich nach Deutschland. Winterwetter ist weit und breit nicht in Sicht. Nach den neusten Berechnungen könnte der Januar 2023 nun sogar in ganz Deutschland drei Grad wärmer als das neue Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 ausfallen. „Das war ohnehin schon ein sehr warmer Zeitraum und da könnten wir um satte 3 Grad darüber landen. Eine echte Katastrophe für Winterwetter“, meint Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

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Wärmster Januar-Tag seit 200 Jahren

Es würde extrem weitergehen und genau das deuten auch die Wettermodelle für die nächsten zehn Tage an. Der Januar hat nach den ersten beiden Tagen eine mittlere Temperatur von 11 Grad erreicht! Das sind satte 11 Grad über dem Klimamittel. Das ist extrem, so warm ist in Deutschland seit 1881 noch nie ein Wetterjahr gestartet.

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„Das sind wirklich unfassbare Messwerte, die wir seit Silvester erleben. Gestern, am 2. Januar, wurden schon wieder neue Rekordwerte erreicht“, so der Wetter-Experte. Es wurden Werte bis 19,2 Grad (in Baden-Baden) gemessen. Mit 18,1 Grad war es auf dem Hohenpeißenberg (977 m) in Bayern der wärmste Januartag seit 1879! Oberstdort erlebte den wärmsten Januartag seit 1910! In Jena war es mit 17,0 Grad der wärmste Januartag seit 1824, seit fast 200 Jahren!

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Wetter-Experte hat Angst

„Da fallen seit Tagen reihenweise Temperaturrekorde. Das macht wirklich Angst und sprachlos. Man weiß gar nicht mehr, wohin das Quecksilber als nächstes möchte. Die ersten Knospen an den Pflanzen treiben bereits aus. Ein Blick auf die heutigen Frühmodelle verrät uns, dass Winterwetter mindestens bis Monatsmitte nicht in Sicht ist. Auch das bisschen Kälte was Donnerstag bis Samstag den Nordosten erreichen sollte, ist aus den Prognosekarten weitgehend verschwunden. Der Januar 2023 scheint sich für den April zu halten“, hadert Dominik Jung mit den aktuellen Aussichten.

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So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Dienstag: 5 bis 12 Grad, teils Sonne, teils Wolken und Hochnebel, meist trocken.

Mittwoch: 9 bis 13 Grad, neuer Regen und stürmisch!

Donnerstag: 8 bis 13 Grad, durchwachse, ab und zu Regen und windig.

Freitag: 7 bis 13 Grad, immer wieder Regenschauer, im Nordosten vielleicht an der Ostsee abends auch mal Schneeregen.

Samstag: 4 bis 13 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Schauern.

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Sonntag: 6 bis 12 Grad, viele Wolken, teilweise mit Regen, stellenweise auch mal Sonnenschein.

Montag: 5 bis 10 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, ab und zu Schauer.

Dienstag: 5 bis 10 Grad, leicht wechselhaft mit einzelnen Schauern, sehr stürmisch!

Mittwoch: 5 bis 11 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Schauer, weiterhin viel zu warm für die Jahreszeit.

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Wetter in Berlin und Brandenburg: Größtenteils trocken

Der Dienstag startet im Süden Brandenburgs zunächst mit dichten Wolken und Sprühregen. Ab dem Mittag wird es in Berlin und Brandenburg größtenteils freundlicher, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstagmorgen mitteilte. Die Temperaturen liegen zwischen sechs und neun Grad und es bleibt trocken.

In der Nacht zum Mittwoch kann es in der Prignitz etwas regnen. Die Temperaturen fallen auf vier bis ein Grad. In Bodennähe kann es um minus ein Grad frostig werden. Am Mittwoch wird teils kräftiger Regen aus Nordwesten erwartet. Es weht ein frischer Südwestwind mit örtlich stürmischen Böen, bei Höchstwerten von neun bis elf Grad.

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In der Nacht zum Donnerstag ist der Himmel mit Wolken bedeckt. Stellenweise kann es schauerartig regnen, bei Tiefstwerten um acht Grad. Der Donnerstag bleibt wolkig und wechselhaft bei ähnlichen Temperaturen wie am Mittwoch. Zum Nachmittag nimmt der teils kräftige Wind ab.