Diese Nachricht lässt das Herz manches Nostalgikers höherschlagen. Mit Simson steht eine legendäre DDR‑Zweiradmarke vor einem Comeback an alter Produktionsstätte. Der Mythos der Mopeds aus Suhl soll wiederbelebt werden.
Produktion auf dem traditionsreichen Simson‑Areal
In der Stadt in Thüringen gingen einst rund sechs Millionen Simson‑Zweiräder vom Band. Nun soll der Kult am selben Ort wiederbelebt werden. Auf dem traditionsreichen Simson‑Areal in Suhl könnte möglicherweise schon in diesem Jahr wieder ein Zweirad im legendären Schwalben‑Design vom Band laufen – diesmal allerdings mit Elektroantrieb.
Die im Emsland (Niedersachsen) ansässige Unternehmerfamilie von Schweinitz hat in Suhl bereits eine Produktionshalle angemietet und sich die Namensrechte gesichert, um dort eine Elektroversion der Schwalbe zu fertigen.
Die Familie kennt sich im Geschäft aus: Seit über einem Jahrzehnt stellt sie Elektroroller der Marke Emco her. Mit der E‑Schwalbe übernimmt sie nun ein Produkt, dessen bisherige Fertigung ins Stocken geraten ist. Die Elektro‑Schwalbe wurde zuletzt in Polen produziert, das dortige Unternehmen ist jedoch insolvent.

Mit der Verlagerung der Produktion nach Suhl knüpft die Firma an die Geschichte des Standorts an, an dem über Jahrzehnte die ursprüngliche Simson‑Schwalbe gebaut wurde. Ziel ist es, Simson als emotionale Marke zurück auf den Markt zu bringen. „Die Schwalbe muss wieder Luft unter die Flügel bekommen – und zwar in Suhl“, so Unternehmerin Yasmin von Schweinitz.
Bei jungen Leuten sind die alten Zweiräder beliebt
Vor allem bei jungen Leuten sind die alten Zweiräder nach wie vor beliebt, nicht zuletzt, weil die Technik vergleichsweise einfach ist und vieles selbst geschraubt werden kann. Deshalb genießen Mopeds mit Namen wie Schwalbe, Star, Sperber oder S50/51 bis heute Kultstatus.




