Die Schulplatz-Sorgen im Berliner Südosten sollen kleiner werden: In Adlershof ist die bislang größte Schule der Berliner Schulbauoffensive fertiggestellt worden. Die neue Gemeinschaftsschule bietet Platz für 1332 Schüler und vereint erstmals alle Schulstufen bis zum Abitur unter einem Dach.
Neue Gemeinschaftsschule an den Bezirk übergeben
Errichtet wurde die Gemeinschaftsschule im Eisenhutweg in Adlershof von der landeseigenen Howoge im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive. Nach drei Jahren Bauzeit wurde sie nun offiziell an den Bezirk Treptow-Köpenick übergeben.

Mit 1332 Schulplätzen ist die Gemeinschaftsschule die bislang größte Bildungseinrichtung, die im Zuge des Programms entstanden ist. Zugleich handelt es sich um die dritte weiterführende Schule, die die Howoge in diesem Jahr fertiggestellt hat.
Lernen von der ersten Klasse bis zum Abitur
Die Schule ist für den Ganztagsbetrieb ausgelegt und vereint Grundschule, Sekundarstufe I sowie die gymnasiale Oberstufe in einem Gebäude. Kinder und Jugendliche können dort künftig ihren gesamten Bildungsweg von der ersten Klasse bis zum Abitur absolvieren. Besonders ist auch das pädagogische Konzept: Die Gemeinschaftsschule Adlershof ist die erste Schule der Berliner Schulbauoffensive, die nach dem Modell der sogenannten Berliner Lern- und Teamhäuser umgesetzt wurde.

Dafür wurde das Gebäude in zwölf sogenannte Compartments (Bereiche) gegliedert. Dahinter verbergen sich überschaubare Lernbereiche mit Unterrichtsräumen, Teamflächen und offenen Foren. Jedes dieser Compartments besitzt eine eigene Farbgestaltung und funktioniert wie eine kleine Schule innerhalb des großen Gebäudes.
Mensa, Bibliothek und zwei Sporthallen
Für Bildungsstaatssekretär Dr. Torsten Kühne ist der Neubau ein wichtiger Schritt für Berlin. „Moderne Lernorte wie dieser Standort mit seinen zwei- bis dreigeschossigen Schulhäusern schaffen die Voraussetzungen dafür, dass gute Bildung gelingen kann – für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für die Menschen, die jeden Tag an unseren Schulen arbeiten.“ Kühne betonte zudem die Bedeutung moderner Lernorte für Ganztag, Inklusion und zeitgemäßen Unterricht.
Im Erdgeschoss befinden sich die gemeinsamen Bereiche mit Mensa, Bibliothek und weiteren Mehrzweckflächen. Dazu kommen zwei integrierte Sporthallen mit insgesamt sechs Hallenteilen. Auch außerhalb der Schulzeit sollen die Sportanlagen genutzt werden. Rund um die Schule sind außerdem etwa 27.000 Quadratmeter Sport- und Freiflächen entstanden.
Schulgelände fast so groß wie fünf Fußballfelder
Das Schulgelände umfasst rund 3,5 Hektar und ist damit beinahe so groß wie fünf Fußballfelder. Es liegt an der Grenze zwischen Johannisthal und Adlershof. Bezirksbürgermeister Oliver Igel sieht in dem Projekt einen wichtigen Gewinn für den Bezirk. „Treptow-Köpenick ist um einen Meilenstein reicher: Die größte Schule unseres Bezirks ist fertig. Diese moderne Bildungseinrichtung bietet von der Einschulung bis zum Abitur die besten Bedingungen direkt vor Ort.“

Innenhöfe, Sportflächen, grüne Klassenzimmer und ein Schulgarten sollen zusätzlichen Raum für Unterricht, Bewegung und Freizeit bieten.
Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport Marco Brauchmann: „Mit der heutigen Übergabe setzen wir neue Maßstäbe: Auf 3,5 Hektar haben wir nicht nur Platz für über 1300 Schülerinnen und Schüler geschaffen, sondern durch die Einbindung von Volkshochschule und Musikschule ein lebendiges Zentrum für ganz Adlershof. Zwölf kleine Schulhäuser bieten den Kindern und rund 140 Pädagoginnen und Pädagogen flexible Lernlandschaften.“
Wachsender Stadtteil braucht mehr Infrastruktur
Allein die Howoge hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren rund 2000 neue Wohnungen im Bezirk geschaffen und die Gemeinschaftsschule Adlershof ist bereits die dritte weiterführende Schule, die 2026 fertiggestellt wurde. Mit dem Schulneubau wächst nun auch die Bildungsinfrastruktur für die Familien im Gebiet. Geschäftsführerin Inga Stein-Barthelmes erklärte: „Wo neue Nachbarschaften entstehen, muss auch die soziale Infrastruktur mitwachsen. Mit der Gemeinschaftsschule entsteht nun ein weiterer wichtiger Baustein für Familien und das Quartier.“



