Vermietung läuft

Ab 381,95 Euro warm! Degewo sucht Mieter für neue Wohnungen direkt über Aldi

In Berlin-Lichtenberg gibt es 136 neue Degewo-Wohnungen. Vier sind gerade in der Vermietung – wie Sie an die Wohnungen kommen.

Author - Stefan Henseke
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Preiswert wohnen und preiswert einkaufen: In der Sewanstraße 259 in Berlin-Lichtenberg geht beides. Die Degewo hat 136 Wohnungen gebaut, Aldi betreibt den Supermarkt.
Preiswert wohnen und preiswert einkaufen: In der Sewanstraße 259 in Berlin-Lichtenberg geht beides. Die Degewo hat 136 Wohnungen gebaut, Aldi betreibt den Supermarkt.immoscout24/Degewo

Einen kürzeren Weg in den Supermarkt als für die Mieter in der Lichtenberger Sewanstraße 259 gibt es kaum: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo hat 136 Wohnungen direkt über und neben einem neuen Aldi-Markt gebaut – viele davon mit WBS. Preiswert wohnen und preiswert einkaufen. Vier Wohnungen sind gerade in der Vermietung. Was sie kosten und wie Sie drankommen.

Zwischenzeile

Vor drei Jahren war die 8461 Quadratmeter große, umzäunte Fläche noch weitgehend unbebaut. In der einen Ecke ein alter Aldi-Markt, davor betonierte Flächen, Parkplätze und verdorrte Unkrautwiesen. Dann rückten die Abrissbagger an. Der Supermarkt wurde abgerissen – und viele Anwohner im umliegenden Kiez waren nicht gerade erfreut, dass die beliebte Einkaufsmöglichkeit verschwand.

Doch der Abriss des alten Marktes war kein endgültiger Abschied des Discounters aus dem Kiez. Aldi ist das Herzstück des sechsstöckigen Neubaus. Hinter, neben und über der Filiale wuchs in drei Jahren der Neubau der Degewo hoch. Während im Erdgeschoss bei Aldi Brot, Butter und Getränke eingekauft werden können, wird obendrüber gewohnt.

So sah der alte Aldi-Markt und das Grundstück vor dem Neubau aus.
So sah der alte Aldi-Markt und das Grundstück vor dem Neubau aus.SenStadt/berlin.de

Seit dem 13. Mai hat Aldi wieder geöffnet. Eine neue, moderne Filiale. Anders als damals. „Der Fokus der neuen Märkte liegt vor allem auf einer hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre“, sagt Torsten Schmidt von Aldi. Der Platz zum Einkaufen ist vor allem gewachsen – von damals 780 auf 1200 Quadratmeter. 1900 Produkte werden in der Lichtenberger Aldi-Filiale angeboten.

Für 136 Mietparteien sind die Wege zum Einkauf besonders kurz. In dem Neubau bietet die Degewo jeweils 52 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen sowie 32 Drei-Zimmer-Wohnungen an. 48 Wohnungen davon werden dauerhaft gefördert, also mit WBS vermietet. 70 Wohnungen wurden barrierefrei gebaut.

Gut 3000 Quadratmeter des Grundstücks wurden bebaut. Auch nicht mehr überall üblich: Der Bau von Parkplätzen wurde nicht vergessen. Neben 72 Stellplätzen für den Aldi-Markt gibt es auch 50 Tiefgaragenplätze für die Mieter. Der U-Bahnhof Tierpark ist rund 500 Meter entfernt, Bushaltestellen befinden sich direkt vor dem Neubau.

Vier Wohnungen sind momentan bei der Degewo in der Vermietung alle mit Wohnberechtigungsschein WBS  100/140: Darunter sind auch zwei 1-Zimmer-Wohnungen. Die preiswerteste Wohnung (36,69 Quadratmeter) kostet 256,83 Euro kalt bzw. 381,95 Euro warm. In der zweiten Etage, mit Balkon, Aufzug, Dusche und Zentralheizung. Ähnlich teuer ist eine 36,77 Quadratmeter große 1-Zimmer-Wohnung (257,36 Euro kalt bzw. 382,73 Euro warm), ebenfalls in der zweiten Etage.

Ab sofort frei ist auch eine ähnlich ausgestattete 2-Zimmer-Wohnung in der dritten Etage. Für 51,23 Quadratmeter verlangt die Degewo 358,61 Euro kalt bzw. 533,31 Euro warm. Für kleine Familien eignet sich dagegen eine knapp 66 Quadratmeter große 3-Zimmer-Wohnung in der zweiten Etage. Geforderte Miete: 460,18 Euro kalt bzw. 684,36 Euro warm (WBS mit besonderem Wohnbedarf).

136 neue Wohnungen und ein Aldi-Markt in der Mitte: So sah der Neubau als Animation aus.
136 neue Wohnungen und ein Aldi-Markt in der Mitte: So sah der Neubau als Animation aus.Degewo

Wichtig für Wohnungssuchende: Den Antrag auf einen WBS können Berliner bequem online stellen – und zwar beim Bezirksamt des Bezirks, in dem sie gemeldet sind. Anspruch auf einen WBS haben nicht nur Menschen mit geringem Einkommen: Auch viele Haushalte mit mittleren Einkommen erfüllen die Voraussetzungen und können sich damit auf geförderte Wohnungen bewerben. So wird der WBS 220 an Ein-Personen-Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von bis zu 2200 Euro vergeben.

Allerdings: Die Bundesregierung plant, das Wohngeld von fünf auf drei Milliarden Euro zusammenzustreichen. Ein Drittel der bisherigen Wohngeldhaushalte soll herausfallen. „Die Kürzungen beim Wohngeld werden leider alle bisherigen Empfänger betreffen“, so Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD). In bestehende Bescheide soll aber nicht eingegriffen werden.

Was sagen Sie zur Kürzung des Wohngeldes? Wie viel Miete müssen Sie zahlen? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com