Im März 2024 wurde der Grundstein gelegt. Zwei Jahre später steht der Koloss in Adlershof fast komplett. Berlin kann schnell bauen – die Howoge beweist es. Gleich fünf neue Schulen sind kurz vor der Ziellinie. Die größte: die Gemeinschaftsschule an der Hermann-Dorner-Allee, Ecke Eisenhutweg. Hier sollen bald 1332 Kinder und Jugendliche lernen.
Berlin-Adlershof: Eine Schule, so groß wie fünf Fußballfelder
Ein Mammutprojekt. Der Neubau im Bezirk Treptow-Köpenick ist aktuell die größte entstehende Schule der Stadt. Das Areal? 3,5 Hektar. Fast fünf Fußballfelder. Primarstufe, Sekundarstufe I und II – alles drin. Dazu zwei Sporthallen mit sechs Hallenteilen. Kostenpunkt: über 100 Millionen Euro.
Der erste Eindruck überrascht: Wuchtige Backsteinwände. Viel Glas. Dächer wie Wellen, ein bisschen Philharmonie-Feeling. Sieht eher nach Uni-Campus aus als nach Schule. Der Gebäudekomplex verbindet mehrere Häuser, die später auch Volkshochschule und anderen Bildungsangeboten Platz bieten sollen.
Berlin geht mit dem Neubau neue Wege. Es ist die erste Gemeinschaftsschule im Land nach dem sogenannten Compartment-Konzept. „Jedes Compartment besteht aus mehreren Unterrichts- und Teilungsräumen, die sich um einen zentralen Platz herum gruppieren, das Forum. Dieses kann in vielfältiger Weise als kommunikativer Ort, Arbeitsraum für Einzel- und Gruppenarbeiten oder für Versammlungen genutzt werden“, sagte Staatssekretär Torsten Kühne zur Grundsteinlegung.
Howoge baut die neuen Berliner Schulen
Zwölf dieser kleinen Schulhäuser wurden gebaut – verteilt über drei Etagen. Dazwischen Innenhöfe. Offene Lernorte. Licht, Luft, Platz. Insgesamt 30.000 Quadratmeter Grundfläche.
Unter den Schulhäusern liegt ein zweigeschossiger Sockel mit allen Gemeinschaftsräumen. Zur Eisenhutweg-Seite öffnet sich der verglaste Bereich mit Mensa und Mehrzweckflächen. Dazu Verwaltung, Bibliothek, zwei Sporthallen im Untergeschoss.

Die Kleinsten bekommen einen eigenen Eingang im Norden – kurze Wege, klare Struktur. Der Haupteingang führt über eine breite Brücke hinein ins Schulzentrum.
Gebaut wird das Ganze von der landeseigenen Howoge. Ein Immobilienriese mit mehr als 82.000 Wohnungen. Sie verantwortet Berlins Schulneubauten und Großsanierungen – inklusive dieses Mammutprojekts.



