Berlin-Schöneweide wird fit für den Fahrradverkehr gemacht. Am Bahnhof haben jetzt die Bauarbeiten für Berlins erstes öffentliches Fahrrad-Parkhaus begonnen. Mit 1100 Stellplätzen, Fahrradwerkstatt und Leihstation. Kosten: 5,45 Millionen Euro.
1100 Fahrrad-Parkplätze für Berlin-Schöneweide
Die Fahrradbügel, die es in der Nähe vom S-Bahnhof Schöneweide (Treptow-Köpenick) gibt, sind immer überfüllt. Mehr Platz war überfällig. Die jetzige Planung ist aber sehr optimistisch.

In einer Standort- und Potenzialanalyse (aus dem Jahre 2020) von InfraVelo wurde von 133 vorhandenen Stellplätzen für Fahrräder gesprochen – und von einem Bedarf von weiteren 485 Stellplätzen bis 2030 am Standort Bahnhof Schöneweide ausgegangen.
Jetzt werden es 1100. Im Parkhaus auf dem Bahnhofsvorplatz sollen rund 800 Fahrräder Platz finden, darunter 10 Lastenräder oder Kinderanhänger im Erdgeschoss. In der Radabstellanlage am Ecksteinweg sollen rund 300 weitere Fahrräder Platz finden. 350 Stellplätze (240 im Parkhaus) erreicht man nur über das gesicherte Zugangssystem ParkYourBike.
So ist das Fahrrad-Parkhaus aufgebaut
Auf dem Bahnhofsvorplatz entsteht ein Fahrrad-Parkhaus, das sofort ins Auge springt. Ein moderner Holzbau, zweigeschossig, offen, nachhaltig. Das große Holzdach ragt weit hinaus, gestützt von schrägen Pfeilern. Schon von weitem sieht man: Hier geht’s ums Rad.
Ein Edelstahlnetz umspannt das Gebäude. Es lässt Licht rein, Luft durch – und sorgt dafür, dass der Bau nicht wie ein Klotz wirkt. Zur Südseite wächst eine grüne Fassade hoch, direkt am Bahndamm. Pflanzen statt Beton.

Im Erdgeschoss: der gesicherte Bereich. Doppelstockparker, Stellplätze für Lastenräder, Anhänger und Räder für Menschen mit Handicap. Dazu eine Werkstatt, eine Vermietung und eine Reparaturstation. Nach oben geht’s über eine Rampe rauf. Dort stehen weitere Doppelstockparker – freie Plätze für alle, die schnell ihr Rad abstellen wollen.
Die gleiche Holzoptik an der neuen Abstellanlage am Ecksteinweg. Beide Bauten bekommen Gründächer. Die speichern Regenwasser und geben es über Mulden langsam an die Umgebung ab. Obendrauf kommen Photovoltaikanlagen.




