Freigabe in Aussicht

Endlich fällt die Mauer auch in Lichtenberg: Radfahrer jubeln

Seit rund einem Jahr ist der Rad- und Fußweg in der Zobtener Straße in Lichtenberg wegen Bauarbeiten vollständig gesperrt. Jetzt gibt es gute Nachrichten.

Author - Sebastian Karkos
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Wer aus Richtung Rummelsburg kommt, stößt an dieser Stelle plötzlich an seine Grenzen – zu Fuß wie mit dem Rad.
Wer aus Richtung Rummelsburg kommt, stößt an dieser Stelle plötzlich an seine Grenzen – zu Fuß wie mit dem Rad.Sebastian Karkos

Das passt perfekt! Die Temperaturen klettern, ein langes Wochenende steht vor der Tür. Viele Berliner werden die freien Tage sicher für eine Fahrradtour nutzen. Doch ausgerechnet in Lichtenberg endet der Ausflug für viele abrupt.

Rad- und Fußweg ist seit einem Jahr dicht

Denn dort gibt es zwar einen tollen Radweg entlang der Gleise, aber der ist seit rund einem Jahr dicht. Auf beiden Seiten des Rad- und Fußwegs Zobtener Straße ragen riesige Metallwände auf. Wie eine Mauer.

Als der KURIER vorbeischaut, steigt ein Mann kurzerhand über die Absperrung und witzelt ganz nach Walter Ulbricht: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Nun gibt es gute Nachrichten: Die Mauer fällt bald ...

Der Weg zwischen dem Betriebsbahnhof Rummelsburg und der Rummelsburger Schlichtallee ist eine wichtige Ost-West-Verbindung für Radfahrer auf dem Weg Richtung Innenstadt. Seit einem Jahr heißt es für sie jedoch: absteigen, umdrehen, Umweg fahren – und zwar über die fahrradunfreundliche Fischerstraße.

Achtung, Sackgasse! Wer vom Betriebsbahnhof Rummelsburg kommt, für den endet der Weg an dieser Mauer.
Achtung, Sackgasse! Wer vom Betriebsbahnhof Rummelsburg kommt, für den endet der Weg an dieser Mauer.Sebastian Karkos

Aber warum steht diese Sperre überhaupt? Die Berliner Wasserbetriebe erklären, dass hier ein Schmutzwasserkanal umgelegt wird, der bisher quer über das Grundstück an der Fischerstraße zum Abwasserpumpwerk führte. Grund dafür sind Abriss- und Neubauarbeiten für den Ausbau des Aus- und Weiterbildungszentrums AquaCampus.

Es heißt: „Es kam auch ein unterirdischer Kanalvortrieb zum Einsatz, der erst Ende vergangener Woche abgeschlossen werden konnte. Hier haben wir durch den langen Winter einige Wochen Stillstand gehabt und aufgrund des hohen Grundwasserspiegels im Zielschacht auf unserem Gelände war eine – leider mehrfache – Abdichtung mittels HDI-Verfahren (ein grabloses Bauverfahren, bei dem Leitungen horizontal unter der Erde verlegt oder erneuert werden – d. Red.) erforderlich.“

Die Infotafel der Wasserbetriebe verspricht nach 13 Monaten Bauzeit die Fertigstellung für April 2026.
Die Infotafel der Wasserbetriebe verspricht nach 13 Monaten Bauzeit die Fertigstellung für April 2026.Sebastian Karkos

Laut Bautafel hätte eigentlich schon Ende April alles fertig sein sollen. Doch Radfahrer brauchen weiter Geduld – jetzt aber ist Licht am Ende des Tunnels. Die Wasserbetriebe versprechen: „Aktuell erfolgen Reinigungsarbeiten in der Zobtener Straße. Die Asphaltierung ist ab nächster Woche geplant, sodass die Zobtener Straße voraussichtlich in der übernächsten Woche wieder für die Fahrräder wieder freigegeben werden kann.“

Heißt übersetzt: Diese Lichtenberger Mauer steht vor dem Fall – ganz ohne Revolution, aber mit freier Fahrt für alle Radler.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Kennen Sie den Radweg in Lichtenberg? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com