Ende gut, alles gut. Doch auf dem Weg ins Berliner Pokalfinale strapaziert der BFC Dynamo die Nerven aller, die es mit ihm halten, auf extremste Weise. Auf Kunstrasen bei Oberligist Sparta Lichtenberg sind die Weinrot-Weißen auf dem Papier Favorit. Was sich auf dem Platz beim 6:3 nach Verlängerung abspielt, wird ein Fußballmärchen und weinrot-weiße Geschichte.
Party-Befehl vom BFC-Trainer
„Wir haben eine Leistung auf einem ekelhaften Kunstrasen, unter ekelhaften Bedingungen gebracht, die aller Ehren wert ist und demzufolge können die Jungs den Finaleinzug feiern“, sagt Trainer Sven Körner. Das nächste Spiel in der Regionalliga am Mittwoch in Babelsberg (19 Uhr) ist weit weg.
Führung für den BFC reicht nicht
Der Film des Spiels hat das Zeug zum Klassiker. Mit Überlänge. Levin Mattmüller bringt den BFC nach nur sieben Minuten in Führung. Die berühmte Sicherheit gibt sie nicht. Das Spiel ist eng und als Sparta den Rückstand durch Tore von Dominic Schmüser (40.) und Berkin Tonk (50.) in ein 2:1 dreht, denken viele an die Sensation vor drei Jahren, als Sparta aus einem 0:1 ein 5:1 machte.
Erinnerungen an ein 1:5 werden wach
So schlimm wird es für die Dynamos nicht. Aber das Comeback hängt am seidenen Faden. „Die Mannschaft hat immer an sich geglaubt und gewusst, dass sie den Ausgleich machen wird“, sagt Körner. Der Optimismus wird in Minute 90 Wirklichkeit, Lloyd-Addo Kuffour erzwingt mit dem 2:2 die Verlängerung.

Kaum angepfiffen, liegt der BFC wieder hinten. Marko Trojanovic bringt Sparta 3:2 in Front (97.). Doch dann macht der Dynamo endlich richtig Licht an. Leander Fritzsche gleicht aus (104.), Rufat Dadashov erzielt die erste Führung (109.) und dann macht Fritzsche mit einem Doppelpack den Sack zu (109, 119.) – Finale.


