Noch vor dem Wochenende machten ein paar Meteorologen Angst vor einem Comeback der Eiseskälte. Doch jetzt gibt Dominik Jung von wetter.net Entwarnung: Die kälteren Luftmassen rauschen an uns vorbei in Richtung Osten, verspricht er. Nicht nur das: Für das kommende 1.-Mai-Wochenende sagt der Meteorologe sogar einen sehr frühen Frühsommer voraus.
Polarwirbel zieht Richtung Osten ab
Der angedrohte Polarwirbel wirbelt von dannen. „Vor ein paar Tagen sah das noch anders aus“, erklärt Dominik Jung. Ein Wettermodell sah Kälte aufziehen. Doch die Experten ruderten nun zurück. Mittlerweile sagen alle Wettermodelle, dass uns die Kälte am 1. Mai verfehlt.
Richtung Wochenende, Richtung Mai-Feiertag sollen die Temperaturen von Tag zu Tag ansteigen, lokal auf bis zu 27 Grad. Kein Regen, mindestens bis Samstagabend bleibt es trocken und sonnig. „Da schwitzen wir wie im Juni oder Juli“, sagt Dominik Jung voraus. Mit einer negativen Folge: Die Waldbrandgefahr erreicht die höchste Warnstufe 5!
Nur in der Nacht zu Dienstag wird es noch mal ein wenig kühler, gerade im Nordosten bei 0 (Ostseeküste) bis 3 Grad (Berlin), teilweise droht sogar Bodenfrost.
Doch die Kälte befindet sich im Rückzugsgefecht. Erst Hoch Uli, dann Hoch Volker und Hoch Winfried. „Ein Hoch nach dem anderen legt sich über West- und Mitteleuropa“, sagt der Meteorologe von wetter.net. Das Ergebnis sei das gleiche. Im Verlaufe der Woche gibt es immer wärmeres Frühlingswetter.
Tag für Tag wird es diese Woche wärmer
Einen tollen Frühlingstag für alle verspricht Dominik Jung am Dienstag. Mit richtig viel Sonnenschein, nur im Osten stören vielleicht mal ein paar höhere Wolkenfelder. Die Temperaturen pendeln sich bei 13 bis 23 Grad ein, 15 Grad werden es in Berlin und Brandenburg.
Der Mittwoch soll dann super Frühlingswetter von Nord bis Süd, von Ost bis West bringen. Aber eben auch sehr trockenes Frühlingswetter, wie es bei Jung heißt. Das bedeutet: Die Waldbrandgefahr steigt deutlich an. Bei 14 bis 16 Grad im Nordosten, bei bis zu 23 Grad im Südwesten.
Zum Tanz in den Mai am Donnerstag dreht die Sonne dann so richtig auf. Überall im Land gibt es zehn, elf, teilweise bis zu 14 Sonnenstunden. Bei 16 bis 24 Grad. Wir kratzen sogar an der 25-Grad-Marke, dem Kriterium für einen Sommertag, sagt der Meteorologe.
Der 1. Mai wird ein traumhafter Frühsommertag
Am Freitag, den 1. Mai, gibt es dann großartiges Demonstrierwetter. Oder wie Dominik Jung sagt: „Was für ein traumhafter Sommertag!“ Den Rhein entlang bei 25, 26 Grad, in Berlin und Brandenburg bei 23 Grad. Und kaum ein Wölkchen am Himmel. 13, 14 Sonnenstunden werden vorausgesagt. Perfekt für alle Aktivitäten im Freien, zum Wandern, Radfahren, Grillen.
Und es bleibt trocken, laut dem Modell des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist bis Samstag nirgendwo Niederschlag zu erwarten. Erst Richtung Samstagabend ist im Westen vielleicht das eine oder andere Gewitter möglich. Und die Temperaturen? Man könnte meinen, es wäre schon Mitte, Ende Juni. 20 (Ostsee) bis 27 Grad (Niederrhein), in Berlin und Brandenburg bei 25 Grad.
Der Sonntag wird wahrscheinlich ein wenig wechselhafter. Im Osten Deutschlands eher trocken (25 bis 26 Grad), im Westen (20 bis 21 Grad) sind Schauer und kurze Gewitter möglich.

Und das warme Wetter ist gekommen, um zu bleiben. In der nächsten Woche geht es warm weiter, am Dienstag können sogar 28 Grad erreicht werden. Erst der Mittwoch wird etwas kühler – bei 16 bis 22 Grad und Regen im Süden, Westen und Südwesten.
„Doch das Thema Trockenheit fällt uns auf die Füße“, sagt der Meteorologe Dominik Jung. Ein zu trockener Winter, ein zu trockener März, ein zu trockener April. Die Waldbrandgefahr steigt.




