Supermarkt

Kaufland wechselt Eierverpackung: Das müssen Kunden jetzt wissen

Ein Foto aus dem Kaufland sorgt im Netz für Aufregung – aber ist die Plastikverpackung wirklich ein Problem?

Author - Tobias Esters
Teilen
Kaufland sorgt mit einer ungewöhnlichen Eierverpackung aus Plastik für Diskussionen in den sozialen Medien.
Kaufland sorgt mit einer ungewöhnlichen Eierverpackung aus Plastik für Diskussionen in den sozialen Medien.Steinsiek.ch/imago

Ein Foto sorgt gerade in den sozialen Medien für hitzige Diskussionen: Eier in transparenten Plastikverpackungen bei Kaufland. Ein Kunde postete das Bild auf der Plattform Threads mit den Worten: „Rohe Eier jetzt in Plastikverpackungen? Ist das euer Ernst, Kaufland?“ Und die Kommentare überschlugen sich.

So reagieren Kunden auf die Plastik-Eier

Die Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während einige Nutzer die Aufregung schlicht nicht verstehen – „Isst du das Plastik oder die Eier?“ –, finden andere die Verpackung sogar besser als Pappe: „Plastik ist hygienischer und verhindert, dass bei beschädigten Eiern alles vollsifft.“ Wieder andere werden grundsätzlicher: „Bodenhaltung kaufen wollen und dann über Plastikverpackung meckern?“

Ein Nutzer aus der Branche lieferte schließlich die nüchterne Erklärung: Der Lieferant für die übliche Kartonverpackung habe Lieferprobleme gehabt, weshalb auf die Plastikalternative zurückgegriffen werden musste. Die sei nicht die Regel.

Und dann war da noch der nostalgische Kommentar: „Zu DDR-Zeiten gab es sogar Styropor-Packungen, die damals im Kreislauf zurückgegeben wurden.“

Dieses Foto der Kaufland-Eier in transparenter Plastikverpackung sorgte auf der Plattform Threads für hitzige Diskussionen.
Dieses Foto der Kaufland-Eier in transparenter Plastikverpackung sorgte auf der Plattform Threads für hitzige Diskussionen.Screenshot: threads/@der_lord_admiral

Was in Deutschland gerade für Diskussionen sorgt, ist anderswo längst Alltag. In den USA und Brasilien waren Plastikverpackungen für Eier lange Zeit Standard – erst in jüngster Zeit setzt sich die Branche dort mit Hochdruck für plastikfreie Alternativen aus recyceltem Papier ein. In vielen asiatischen Ländern werden Eier traditionell lose oder in offenen Plastiktrays verkauft, ohne jede Umverpackung.

Und was die Hygiene angeht, ist Plastik ohnehin besser als sein Ruf. Die poröse Struktur von Pappkartons nimmt Feuchtigkeit auf und bietet damit ein günstiges Milieu für Mikroorganismen – Kunststoffoberflächen hingegen sind glatt und damit weniger anfällig für Keimübertragungen.

Bricht ein Ei in einer Plastikverpackung, bleibt der Rest sauber und verkaufsfähig. Bricht dagegen ein Ei in einer Pappverpackung, müssen im schlimmsten Fall alle anderen unbeschädigten Eier mit entsorgt werden.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Haben Sie Ideen oder Informationen für die Redaktion? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com