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Kaufland ändert Parkplatz-Regeln: Das müssen Millionen Kunden jetzt wissen!

Kameras scannen jetzt Kennzeichen statt Parkscheiben. Was sich für Kunden ändert und wann es teuer werden kann.

Author - Tobias Esters
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Bei Kaufland wird in Zukunft auf Kennzeichen-Scanner gesetzt!
Bei Kaufland wird in Zukunft auf Kennzeichen-Scanner gesetzt!Steinsiek.ch/imago

Wer beim Einkauf bei Kaufland keinen Ärger riskieren will, muss sich umstellen: Immer mehr Filialen setzen auf ein neues Parksystem – und das funktioniert ganz ohne Parkscheibe. Stattdessen überwachen Kameras die Parkplätze und scannen automatisch die Kennzeichen der Autos.

Kaufland setzt auf Kennzeichen-Scanner

Für viele Kunden klingt das erstmal ungewohnt, doch Kaufland verspricht: Das System soll den Einkauf sogar einfacher machen. Zuerst berichtete echo24.de darüber.

Die klassische Parkscheibe hat an vielen Kaufland-Standorten ausgedient. Beim Einfahren erfasst eine Kamera automatisch das Kennzeichen, beim Ausfahren wird die Parkdauer berechnet. Innerhalb der erlaubten Zeit – meist zwischen 90 und 120 Minuten – passiert nichts. Wer jedoch deutlich länger bleibt, muss mit einer Zahlungsaufforderung rechnen.

Der Vorteil laut Unternehmen: Kunden kommen schneller auf den Parkplatz und wieder weg, ohne sich um Parkscheiben oder Schranken kümmern zu müssen.

Volle Parkplätze vor einer Kaufland-Filiale: Um Dauerparker zu verhindern, setzt das Unternehmen zunehmend auf digitale Kennzeichenerfassung.
Volle Parkplätze vor einer Kaufland-Filiale: Um Dauerparker zu verhindern, setzt das Unternehmen zunehmend auf digitale Kennzeichenerfassung.Christian Creon/Funke Foto Services/IMAGO

Hinter der Umstellung steckt vor allem ein bekanntes Problem: Fremdparker. Viele Kaufland-Parkplätze liegen zentral und werden deshalb häufig von Pendlern oder Anwohnern als kostenlose Dauerparkplätze genutzt. Für echte Kunden bedeutet das oft: kein freier Platz. Mit der neuen Technik will Kaufland laut dem Bericht sicherstellen, dass die Parkflächen wieder den eigenen Kunden zur Verfügung stehen.

Neue Technik kommt vor allem in Städten zum Einsatz

Ein flächendeckender Start ist allerdings nicht geplant. Stattdessen entscheidet Kaufland je nach Standort, wo die Technik eingesetzt wird. In Städten mit hohem Parkdruck wird bereits umgerüstet, während in anderen Regionen vorerst alles beim Alten bleibt. Besonders dort, wo alte Schranken ersetzt werden müssen oder viele Fremdparker unterwegs sind, dürfte das neue System bald zum Einsatz kommen.

Viele Autofahrer fragen sich dabei, was mit ihren Daten passiert. Kaufland gibt hier Entwarnung: Erfasst wird ausschließlich das Kennzeichen, nicht aber Personen oder Gesichter. Die Daten werden zudem nicht vom Unternehmen selbst gespeichert, sondern von spezialisierten Dienstleistern verarbeitet. Wer sich an die erlaubte Parkzeit hält, dessen Daten werden laut Kaufland direkt nach der Ausfahrt wieder gelöscht.

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