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Kaufland stellt Bezahlsystem um – Folgen für Millionen Kunden

Der Lebensmittel-Riese will das Bezahlsystem in den Filialen von Kaufland weiter umbauen. Was das konkret für die Kunden bedeutet.

Author - Florian Thalmann
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Viele Kunden erledigen ihren Wochenendeinkauf bei Kaufland. Hier soll das Bezahlsystem künftig noch weiter revolutioniert werden.
Viele Kunden erledigen ihren Wochenendeinkauf bei Kaufland. Hier soll das Bezahlsystem künftig noch weiter revolutioniert werden.Sven Severing/imago

Es geht aufs Wochenende zu, etliche Menschen blicken deshalb schon auf den anstehenden Großeinkauf. Wer gern zu Kaufland geht, der wird sich in den Filialen des Lebensmittelriesen bald auf massive Änderungen im Bezahlsystem einstellen können. Denn: Nachdem in vielen Kaufland-Filialen schon Selbstbedienungskassen angeschafft und aufgebaut wurden, soll das Zahlen bei Kaufland in Zukunft noch mehr vereinfacht werden. Was das für die Kunden bedeutet.

Kaufland stellt Bezahlsystem um, das bedeutet es für Kunden

Sie wurden noch vor Jahren äußerst kritisch beäugt, als sie zum ersten Mal auch in Supermärkten und Discountern in Deutschland zu sehen waren, doch inzwischen sind sie aus keinem Laden mehr wegzudenken – und manche Kunden sind eher genervt, wenn es keine gibt: Selbstbedienungskassen.

Ob bei Lidl oder Edeka, bei Rewe oder Penny: In den meisten Märkten können sich die Kunden an den Bezahlstationen inzwischen selbst kümmern, ohne auf Mitarbeiter angewiesen zu sein.

Auch bei Kaufland gibt es sie – und der Lebensmittelgigant kündigt jetzt an, dass das Bezahlsystem in den Märkten noch weiter revolutioniert werden soll. „Selbstbedienungskassen sind für viele unserer Kundinnen und Kunden längst Teil des Einkaufs geworden.

Gerade bei kleineren Einkäufen werden sie gerne genutzt, um schnell und einfach zu bezahlen“, sagt Heiko Koch aus der Geschäftsleitung von Kaufland. Bald soll es die Kassen in allen Kaufland-Filialen geben.

Langes Warten an der Kasse kennen viele Kunden. Die Selbstbedienungskassen sollen das beschleunigen. Die SB-Kassen sollen jetzt in allen Kaufland-Filialen kommen.
Langes Warten an der Kasse kennen viele Kunden. Die Selbstbedienungskassen sollen das beschleunigen. Die SB-Kassen sollen jetzt in allen Kaufland-Filialen kommen.Manfred Segerer/imago

An jedem Standort ist von bis zu zwölf Selbstbedienungskassen die Rede – eine echte Revolution des Bezahlsystems bei Kaufland! Allerdings werden die „echten“ Kassen nicht verschwinden, versichert Koch. „Denn uns ist wichtig, dass alle bei Kaufland selbst entscheiden können, mit welchem Kassensystem und Bezahlmöglichkeit die Einkäufe bezahlt werden.“

Aber: Es ist wahrscheinlich, dass immer weniger Kunden die sogenannten Bedienkassen nutzen werden. Schon jetzt werden laut Unternehmen etwa 40 Prozent der Einkäufe an den rund 2000 Selbstbedienungskassen bezahlt.

Neues Bezahlsystem mit Handscanner bei Kaufland

Auch das neue System „K-Scan“ ist weiter auf dem Vormarsch. Dabei ziehen die Kunden selbst mit einem Handscanner durch den Supermarkt und scannen alle Produkte selbst ein, bevor sie den Einkauf dann an der SB-Kasse bezahlen. „Das ist praktisch, spart viel Zeit und genau das schätzen viele Kundinnen und Kunden gerade bei größeren Einkäufen bei uns“, sagt Koch. Laut dem Kaufland-Geschäftsleiter sei die Wiedernutzungsquote sehr hoch.

Erst kürzlich hatte Kaufland mit einer kleinen Revolution die Kunden überrascht – und manche eher verwirrt. Seit März werden die Werbeprospekte des Lebensmittelgiganten nicht mehr – wie bisher – Mitte der Woche ausgeliefert, sondern am Samstag.

Hintergrund ist die Trennung von der Deutschen Post: Kaufland verteilt die Prospekte jetzt in Eigenregie, um Kosten zu sparen und sich auch dem geänderten Kundenverhalten anzupassen. Denn immer mehr Menschen nutzen Prospekte inzwischen digital – auch wenn gedruckte Werbeflyer wichtig bleiben.

Nutzen Sie die Selbstbedienungskassen in den Supermärkten? Schicken Sie uns Ihre Meinung zum Thema an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!