Wer gern auf die Jagd nach Sonderangeboten geht, der liebt sie – die bunten Prospekte, die jede Woche in den Briefkästen landen. Doch diese Nachricht brachte einige, die sehnsüchtig auf die Handzettel warten, ordentlich aus dem Konzept: Ab März stellt der Einzelhandels-Gigant Kaufland das Prospekt nicht mehr jeden Mittwoch zu, sondern erst am Wochenende. Der Grund sind Sparmaßnahmen.
Prospekte von Kaufland kommen ab März später
Laut Berichten sind rund 25 Millionen Haushalte von der Neuerung betroffen. Das Problem: Die Zustellkosten für die Werbeprospekte sind erheblich gestiegen. Der Einzelhandelsriese trennt sich deshalb von der Deutschen Post, die sich bisher um die Zustellung der Prospekte mit Sonderangeboten gekümmert hat. Kaufland will sich zukünftig selbst um die Verteilung der Werbung kümmern.
Für etliche Schnäppchenjäger in Deutschland bedeutet das: Sie bekommen die Prospekte erst später. Statt wie bisher am Mittwoch – perfekt für die Planung des Wochenendeinkaufs – flattern die Prospekte in Zukunft erst am Wochenende ins Haus.
Kaufland begründet die Maßnahme allerdings nicht nur mit den gestiegenen Preisen, sondern auch mit dem geänderten Verhalten der Nutzer. Viele würden sich inzwischen auch über digitale Plattformen über Rabatte und Co. informieren.

Da perlt bei vielen Schnäppchenjägern gleich der Angstschweiß auf der Stirn. Könnte es sein, dass die Prospekte vollkommen abgeschafft werden – und dass auch Lidl, Aldi, Edeka, Netto und Co. bald keine Prospekte mehr liefern, die beim Zusammenstellen des Einkaufszettels helfen? Tatsächlich wird darüber schon seit längerer Zeit immer wieder diskutiert. Einer der wichtigsten Gründe für die mögliche Abschaffung der bunten Blättchen ist – wie so oft – der Umweltschutz.
Deutsche Umwelthilfe will Prospekte abschaffen
Laut Berichten sparte allein der Baumarkt-Riese OBI damit, dass er die Prospekte im Jahr 2023 abschaffte, 9000 Tonnen Papier pro Jahr. Und es geht nicht nur um das Papier: Bei der Produktion werden auch Wasser und Energie verbraucht, Chemikalien genutzt und CO2 erzeugt. „Dem guten Beispiel sollten andere folgen. Handelsriesen wie Hornbach, Toom, Aldi oder Edeka hinken massiv hinterher, und sie sollten schnell nachziehen und auf gedruckte Werbezettel verzichten“, sagt Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

Viele Menschen schmeißen Prospekte sofort weg
Viele Menschen schmeißen die Prospekte direkt nach dem Erhalt in den Abfall. Noch heftiger wird es, wenn zusätzlich zum Papier noch Plastikmüll anfällt. Denn nicht selten sind die Prospekte, die im Briefkasten landen, noch in durchsichtige Folie eingeschweißt. Die Deutsche Umwelthilfe forderte bereits Unterstützung von der Politik, damit der Prospekt-Wahnsinn ein Ende hat. Die Umwelthilfe sprach von 25 Milliarden Werbeprospekten, die in Deutschland pro Jahr produziert werden.




