Es scheint ein Unterschied wie Tag und Nacht. Gerade noch bibberte Deutschland bei heftigem Winterwetter, musste aufgrund von Eisregen der Straßenbahnverkehr eingestellt werden, rutschten wir über vereiste Gehwege durch die Stadt. Und nun das: Das Wetter hat sich komplett gedreht. Und jetzt kündigt sich aufgrund eines besonderen Wetterphänomens die erste heftige Wärmewelle des Jahres an.
Frühling kommt mit heißer Luft aus der Sahara
Viele haben sich während der kalten Wochen den Frühling herbeigesehnt. Nun ist er da – und das mit voller Wucht! Wer sich schon am Mittwoch kaum traute, noch mit dicker Jacke auf die Straße zu gehen, wird an den kommenden Tagen und Wochen seine wahre Freude haben. Denn Experten warnen vor der ersten echten Wärmewelle des Jahres. Heiße Luft aus der Sahara sorgt für Temperaturen, wie man sie im Februar eigentlich wirklich nicht kennt.
Wer nach Spanien blickt, bekommt laut Meteorologe Dominik Jung schon jetzt einen Vorgeschmack auf das, was uns bald erwartet: Hier wurden für diese Woche Werte bis zu 25 Grad erwartet. Grund ist die Nähe zur Sahara: Heiße Luftmassen strömen aus Afrika in Richtung Europa, weil eine Luftströmung sie in nordöstlicher Richtung transportiert. Dafür sorgt auch ein Hochdruckgebiet, das über Europa liegt – und das dafür sorgt, dass sich die heiße Luft ungehindert verteilen kann.

Sie strömt laut Jung sogar bis nach Lappland – und dafür muss sie natürlich auch an Deutschland vorbei. Die Folgen sind klar: Auch Mitteleuropa bekommt volle Breitseite Frühling! In Deutschland sollen die Temperaturen bereits in weiten Teilen im zweistelligen Bereich liegen – und schon Ende Februar über dem Durchschnitt, den man im Wintermonat erwartet. Die Werte hier liegen laut Meteorologin Kathy Schrey bei bis zu 20 Grad – „und lokal werden sie noch etwas wärmer ausfallen“, sagt sie.
Erste Frühlingsgewitter am Samstag möglich
Am Samstag könnte es dann lokal erste Frühlingsgewitter geben, denn vom Atlantik schiebt sich ein Tiefdruckausläufer nach Deutschland. „Das ist am Samstagnachmittag mal so eine etwas unschöne Geschichte“, sagt Schrey. Am Sonntag wird es aber wieder besser: „Da haben die Tiefausläufer keine Chance mehr.“ Der hohe Luftdruck hält dagegen und sorgt dafür, dass sich das Wetter wieder beruhigt.

Hinzu kommen gleich zwei Wetterphänomene, das einigen zu schaffen machen könnte. Zum einen ist durch die warmen Luftmassen aus der Sahara auch jede Menge Saharastaub unterwegs. Der sorgt dafür, dass der Himmel teilweise sogar milchig sein kann. Beobachten kann man die Staublage auch dadurch, dass die Sonnenuntergänge laut Dominik Jung noch rötlicher wirken sollen als sonst.
Wetterexpertin Kathy Schrey rät dazu, jetzt noch nicht mit dem Frühjahrsputz zu starten. Denn: Regen könnte dafür sorgen, dass der Staub aus der Atmosphäre ausgewaschen wird und in Form von Blutregen zur Erde kommt – Dreck auf Autos und Fenstern wäre die Folge. „Dann wäre die Putzmühe umsonst gewesen“, sagt sie.
Pollenflug: Hasel, Erle und Esche drehen bereits auf
Außerdem geht er los, der Schrecken aller Allergiker – der Pollenflug! Im Westen und im Süden Deutschlands triefen bereits die Nasen und jucken die Augen. Nur im Nordosten haben Allergiker Glück, hier hält sich die Belastung noch in Grenzen. Vor allem Hasel, Esche und Erle sind es, die Menschen mit Allergie zuerst zu schaffen machen.




