Die Eiseskälte, die Deutschland wochenlang in Atem hielt: Sie scheint endgültig Geschichte zu sein! Am Freitag stand der letzte angekündigte Kältetag der aktuellen Winterphase an – doch nun soll das Wetter ins andere Extrem kippen. Meteorologen warnen vor einem Temperaturanstieg um teilweise 30 Grad, ein echter Wärme-Hammer. Schuld daran ist der Jetstream, der mit 250 Kilometern pro Stunde über Deutschland rauscht und schwere Folgen für uns alle hat.
Jetstream kippt – mit massiven Folgen für das Wetter
Beim Jetstream handelte es sich laut Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net um ein Windband, das in etwa zehn Kilometern Höhe liegt. Mit 250 Kilometern pro Stunde rauschen hier die Luftmassen durch, normalerweise von West nach Ost. Der Jetstream steuert damit die Tiefdruckgebiete über dem Atlantik und schiebt sie nach Europa. Wenn sich das Windband allerdings verschiebt und die Position verändert, kann das massive Folgen für die Großwetterlage haben.
Genau das soll jetzt passieren: Der Jetstream verschiebt sich und treibt dadurch massiv milde Luftmassen ins Land – die Eiseskälte wird vertrieben, der Frühling kommt. Aus dem Südwesten kommen die warmen Luftmassen – und die Kälte aus dem Nordosten und aus Osteuropa, die über Wochen für einen recht strengen Winter auch in Berlin sorgte, wird ordentlich zurückgedrängt. In einer aktuellen Wetterkolumne beim „Merkur“ schreibt Dominik Jung, dass das das Aus für den Winter in Deutschland bedeutet.

Doch durch die krasse Jetstream-Aktivität rutschen wir nun in das ganz andere Extrem: Wer wetterfühlig ist, hat keine leichte Zeit vor sich. Denn schon in der kommenden Woche soll es statt Minusgraden plötzlich Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad geben, teilweise sogar mehr als 20 Grad. „Solche Wetter-Werte sind für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich und treten normalerweise eher Mitte bis Ende April auf“, stellt Meteorologe Dominik Jung klar.
Temperaturen steigen um bis zu 30 Grad an
Vor allem den Nordosten Deutschlands, wo bisher strenge Minusgrade und Frost das Bild bestimmten, trifft es hart. Hier sollen die Temperaturen um etwa 30 Grad ansteigen, warnt Jung. Im Moment scheint es kaum vorstellbar, dass das schon in wenigen Tagen unsere Realität sein könnte. Am Freitagabend warnte Katwarn noch vor gefährlicher Glätte zwischen dem Süden Berlins und der Ostseeküste. „Gefahr für Leib und Leben“, hieß es da. Die Menschen wurden gebeten, Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

Immerhin: Wir können uns in den kommenden Tagen nach und nach auf die neuen Werte einstellen. Am Samstag sollen Werte zwischen 5 Grad im Nordosten und 11 Grad im Südwesten Deutschlands erreicht werden, sagt Wetter-Expertin Kathy Schrey in ihren aktuellen Prognosen. In der Nacht zum Sonntag dann kein Frost mehr, Temperaturen im positiven Bereich – absurderweise kann es trotzdem zu Frost kommen, weil die Böden noch gefroren sind. Fällt Regen, kann er schnell gefrieren.
Der Mittwoch wird das Wetter-Highlight der Woche
Der Sonntag wird dann mit maximal 13 Grad schon milder, maximal 14 Grad gibt es am Montag, bis zu 18 Grad schon am Dienstag. Dann wird sich auch die Sonne schon zeigen, vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands. In der kommenden Woche wird es aber immer wieder auch Regen geben. Das Highlight der Wetterwoche wird der Mittwoch: Ein Frühlingstag mit richtig viel Sonnenschein steht an, bis zu 19 Grad stehen in weiten Teilen Deutschlands an.
Fraglich ist aber, wie stabil der Frühling bleibt. Der Grund: „Ein Jetstream, der mit 250 km/h über uns hinwegfegt, entscheidet darüber, ob wir Winterjacken oder leichte Übergangskleidung brauchen“, schreibt Dominik Jung. „Schon kleine Positionsänderungen können massive Temperaturunterschiede auslösen.“ Eine Rückkehr des Winters im März wurde bereits angekündigt – man darf gespannt sein, ob die Kälte der Vergangenheit angehört oder ob sie zurückkommt.




