Deutschlands Nordosten, auch Berlin und Brandenburg, muss noch einmal durch eine frostige Phase. Vielleicht zum letzten Mal in diesem Jahr. Laut Deutschem Wetterdienst klettern die Temperaturen heute nur auf minus 1 bis plus 2 Grad, dazu bleibt es sonnig und trocken. In der Nacht zum Freitag rauscht das Thermometer auf bis zu minus 10 Grad runter. Doch zum Wochenende verzieht sich deutschlandweit die Kälte, in der nächsten Woche könnte es richtig warm werden.
Dominik Jung: „Ganz Deutschland taut auf“
„Noch einmal Schnee und Kälte, und dann geht es mit den Temperaturen steil bergauf“, erklärt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Ganz Deutschland taut auf.“ Schon am Wochenende sollen im Westen bis zu 15 Grad erreicht werden. Nächste Woche kann es dann noch wärmer werden. Auch in Berlin, Brandenburg und dem gesamten Nordosten.
Dominik Jung moderiert den Winter ab. Nach Freitag wird es im Februar kein Winterwetter mehr geben und auch der Polarwirbel hat für diesen Februar fertig, erklärt er überzeugt. Wärme heißt aber nicht unbedingt schönes Wetter. Er spricht auch von Wolken und Regen, doch überall wird es recht mild werden.
Nur noch der Freitag sieht wirklich nach Winter aus. In Berlin und Brandenburg bleibt es weiter kalt bei höchstens 0 bis 2 Grad. In der Nacht zum Samstag zieht dann Schnee auf, später mischt sich Schneeregen oder gefrierender Regen darunter – Glatteisgefahr inklusive. Die Temperaturen liegen zunächst bei minus 1 bis minus 4 Grad, steigen aber in der zweiten Nachthälfte deutlich an. Der Samstag bringt schließlich einen Wetterumschwung: bedeckt, aber deutlich milder.
Kommen im Märtz noch mal Kälterückfälle?
Bye-bye Winter? Höchstwahrscheinlich ja, aber ganz sicher sind sich die Wetterfrösche noch nicht. „Es kann im März immer noch mal zu Kälterückfällen kommen“, sagt der Experte von wetter.net. Doch allen, die genug von Glätte und Eiseskälte haben, macht er Hoffnung: „Wir erwarten die wärmste Wetterphase des gesamten bisherigen Winters. Noch viel wärmer geht es eigentlich kaum zur aktuellen Jahreszeit.“
Ab Samstag ist erst mal Schluss mit Winterwetter. Schon in der kommenden Woche sollen die Temperaturen so richtig hochschießen. Das amerikanische GFS-Wettermodell sagt für kommenden Dienstag Temperaturen von bis zu 16 Grad im Westen voraus. „Das können ganz schnell auch mal gemessene 17 oder 18 Grad werden“, sagt Jung zu dieser Prognose.
Der tiefgefrorene Osten taut auf
Nicht nur im Westen ziehen die Temperaturen an. „Auch im Osten und im tiefgefrorenen Nordosten tauen wir auf“, sagt der Meteorologe, der rasantes Tauwetter in dieser Region erwartet. 11 bis 13 Grad werden hier vorhergesagt. Laut Jung flutet die Warmluft ganz West- und Mitteleuropa und stößt teilweise bis weit nach Osteuropa vor.
Das Wettermodell ICON des Deutschen Wetterdienstes DWD setzt ebenfalls auf ein Ende der Kälte. Sogar noch mehr als die amerikanischen Kollegen. Für kommenden Mittwoch wird hier ein echter Frühlingstag prognostiziert. Mit bis zu 18 Grad am Oberrhein. „Das könnten sogar gemessene 19 oder 20 Grad werden“, sagt Dominik Jung.

Großer Unterschied. Laut ICON bekommt der Nordosten weniger Sonne ab. Nach dieser Prognose sperrt sich der diese Region gegen die milden Luftmassen. Mit Werten um die 4 bis 8 Grad bliebe es hier am kühlsten.
Das sind momentan natürlich nur aktuelle Trends. Es wird wärmer, da sind sich die Meteorologen sicher. „Was wirklich am Ende die absoluten Höchstwerte sein werden, das müssen wir im Detail noch abwarten“, sagt der Meteorologe von wetter.net.


