Na, finden Sie den Winter noch so schön wie im Dezember? Gerade hofften einige schon auf den Frühling, da kehrten Kälte und Schnee noch einmal mit voller Wucht zurück. Nun erwischt es auch Berlin wieder heftig. Eine durchgängige Schneedecke und echte Bibber-Temperaturen am Dienstagmorgen – nur der Anfang für die neue Winterphase, aber noch gar nichts im Vergleich zu dem, was andere Regionen erleben.
Der Tag startete mit heftiger Kälte und Schneeflocken
Der Winter ist in diesem Jahr scheinbar gekommen, um zu bleiben. Das zeigt sich auch am Dienstag: Ein Tagesstart mit heftiger Kälte und Schneeflocken – wer ganz zeitig aus dem Haus musste, konnte und wollte auf Mütze, Schal und Handschuhe nicht verzichten. Vereinzelt war am Morgen sogar wieder Glatteis möglich, warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Auch im Laufe des Tages soll es immer wieder schneien, im Laufe des Tages könnte der Schnee dann aber auch in Regen übergehen.
Hierzulande sind einige schon ziemlich genervt von dem Winter, der einfach nicht enden will – doch er ist noch harmlos im Vergleich dazu, was sich im Nachbarland ankündigt. In Österreich sprechen Prognosen von bis zu 80 Zentimetern Neuschnee, die im Bergland möglich sind, es wurden vom Unwetterwarndienst Warnungen für viele Regionen im Westen und im Norden des Landes herausgegeben. In den Regionen Tirol und Vorarlberg gilt demnach Unwetterwarnstufe Rot, in den Bundesländern Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark Warnstufe Gelb.

Vor allem am Dienstag soll die Schneefallgrenze sinken – ab einer Höhe von 600 Metern sollen dann Neuschneehöhen von bis zu 40 Zentimetern möglich sein. Je höher man kommt, desto mehr Schnee könne fallen, heißt es in einem Bericht von t-online. Und damit nicht genug: „In extremen Staulagen kommen dagegen bis zu 80 Zentimeter zusammen“, hieß es vom österreichischen Wetterdienst.
Nicht nur Österreich bekommt noch einmal Schnee
Doch nicht nur Österreich trifft es: auch in Teilen Deutschlands soll es in den kommenden Tagen heftiges Winterwetter geben, warnt Dominik Jung von wetter.net. „Bevor die große Milderung kommt, wird es richtig spannend“, sagt er. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag soll eine Luftmassengrenze über Deutschland liegen, weil ein Tief aus dem Westen herangezogen kommt. „An dieser Luftmassengrenze bilden sich zum Teil heftige Schneefälle – und das bis in tiefe Lagen.“ Lokal könne es bis zu 20 Zentimeter Neuschnee geben.

Allerdings werden die betroffenen Regionen nicht viel von der weißen Pracht haben. „Ich nenne es mal wieder ,Stundenschnee‘“, sagt Jung. „Denn das ganze taut rasch wieder weg. Aber zuvor ist Schneechaos möglich.“ Schon am Dienstag gibt es im Norden weiter Schneeschauer, im eher warmen Südwesten Regen.
Am donnerstag kommt der neue Schnee bei uns an
In der kommenden Nacht dann erneut kräftige Schneeschauer im Norden, dazu Verkehrsbehinderungen und Temperaturen von bis zu minus 6 Grad. „Die Schneefallgrenze sinkt ab – Straßenglätte ist möglich“, sagt Meteorologe Dominik Jung. Unklar bleibt aber zunächst, wie viel Berlin vom neuen Schneeband in der Nacht zum Donnerstag abbekommt – es zieht sich laut Jung von Nordrhein-Westfalen bis nach Bayern, einmal quer durch Deutschland. Im Nordosten werde es zwar kalt, es bleibe aber weitgehend trocken.




