Viele Menschen in Deutschland ärgern sich über die höheren Zusatzbeiträge bei der Krankenversicherung – und im März sind nun auch die Rentner des Landes betroffen! Für viele werden die Kosten im kommenden Monat steigen, es bleibt auf dem Konto also weniger Rente übrig. Wie viel macht das aus? Wir rechnen vor – und verraten, was Rentner jetzt tun können.
Höhere Zusatzbeiträge treffen jetzt auch Rentner
Schon im Januar machten sich die gestiegenen Zusatzbeiträge für die Krankenversicherung bei den meisten Versicherten bemerkbar, ab März sind nun auch die Rentnerinnen und Rentner an der Reihe. Die unglaubliche Zahl: Laut einem Bericht von t-online müssen Rentner abhängig von der Höhe der Rente und der Krankenkasse bis zu 1379 Euro mehr pro Jahr zahlen.
Der Grund für die Verzögerung: Es ist gesetzlich festgelegt, dass sich die gestiegenen Zusatzbeiträge erst zwei Monate später auch bei der Höhe der Rente bemerkbar machen dürfen. Doch nun ist die Gnadenfrist vorbei. Ab März wird auch bei ihnen die monatliche Überweisung geringer ausfallen, warnt der Sozialverband Deutschland. Viele wissen davon unter Umständen gar nichts, denn in der Regel erfolge keine schriftliche Benachrichtigung, teilt der Verband mit.

Die Rentenversicherung kündigt an, dass die Information über den Kontoauszug erfolgen soll. Mit der Überweisung der Rente im März 2026 sollen die Rentnerinnen und Rentner einen entsprechenden Hinweis bei der auf dem Kontoauszug bekommen.
Dort können die Rentner genau sehen, wie hoch der ursprüngliche Zusatzbeitrag der Krankenversicherung lag – und wie hoch er mit der Änderung ausfällt. „Schriftliche Bescheide versendet die Rentenversicherung nur in Ausnahmefällen“, teilt die Deutsche Rentenversicherung mit. „Zum Beispiel wenn die Zahlung der Rente auf das Konto einer anderen Person erfolgt.“
So viel Geld büßen Rentner ab März ein
Welche Einbußen blühen Rentnern jetzt? Die Rentenversicherung übernimmt die Hälfte der Kosten beim Krankenkassenbeitrag. Während bei Arbeitnehmern der Arbeitgeber den Betrag an die Krankenkasse weiterleitet, übernimmt das bei Rentnerinnen und Rentnern die Rentenversicherung. Auch bei der Erhöhung der Zusatzbeiträge müssen Rentner also die Hälfte übernehmen.

Laut Sozialverband Deutschland bedeutet das: Wenn die Krankenkasse den Zusatzbeitrag um 1 Prozent erhöht, müssen Rentnerinnen oder Rentner davon 0,5 Prozent übernehmen. Beläuft sich die Höhe der Rente auf 2000 Euro, macht das Einbußen von zehn Euro aus. Je nach Höhe des Zusatzbeitrages und ursprünglicher Rente kann die Anpassung also entsprechend hoch oder niedrig ausfallen.
Anderes Rechenbeispiel: Bei einer Rente von 1000 Euro brutto und einer Steigerung beim Zusatzbeitrag um 0,4 Prozent muss der Rentner 0,2 Prozent übernehmen – zwei Euro im Monat, also 24 Euro im Jahr.
Diese Einbußen hat ein Standard-Rentner jetzt
Laut t-online liegt der Zusatzbeitrag bei den gesetzlichen Krankenkassen aktuell zwischen 2,18 und 4,39 Prozent. Die sogenannte Standardrente eines Ruheständlers, der 45 Jahre lang eingezahlt und durchschnittlich verdient hat, beträgt 1.835,55 Euro monatlich. So ergibt sich laut Bericht Mehrkosten in Höhe von 121 Euro pro Jahr.
Kritik kommt unter anderem vom Vergleichsportal Verivox. „Die aktuellen Beitragserhöhungen machen deutlich, dass die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung unter Druck steht“, sagt Geschäftsführer Aljoscha Ziller. Für die Versicherung bedeute das höhere Kosten – ohne eine Verbesserung der Leistungen.




