Erstbezug im Mai

Ab 308 Euro! So günstig sind neue Wohnungen in Berlin-Karlshorst

Am Rand eines alten Flugplatzes, an dem in der DDR die Sowjetarmee stationiert war, werden neue Wohnungen fertig. So kommen Sie ran.

Author - Stefan Henseke
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Am alten Flugplatz in Karlshorst gehen drei neue Wohnhäuser der Howoge in die Vermietung.
Am alten Flugplatz in Karlshorst gehen drei neue Wohnhäuser der Howoge in die Vermietung.Howoge

Der Straßenname erinnert an die Geschichte dieses Areals: Am alten Flugplatz. Der Militärflugplatz ist längst Vergangenheit, nur die denkmalgeschützten Hangars sind noch zu sehen. Am Rand des Geländes stehen jetzt die ersten Wohnungen vor der Fertigstellung. Noch im Mai sollen die ersten Mieter einziehen – für vier Wohnungen sucht die Howoge gerade Mieter.

Einst war hier die Sowjetarmee stationiert

Lange Zeit waren die mehr als 100 alten Flugzeughallen (1917–1919) einzig eine Anlaufstelle für Graffitisprayer. Darunter auch 16 quadratische, mit einer Kuppel gekrönte Stahlbetongebäude, in die einstmals nur sehr kleine Kampfflugzeuge (7,50 mal 9,50 Meter) passten.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1918) verlor der Flughafen an Bedeutung, Firmen zogen ein. Die sowjetische Armee nutzte die Hallen nach dem Zweiten Weltkrieg als Standort für Schützenpanzer sowie als Fahrzeugwerkstätte der sowjetischen Botschaft.

Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Architektur (im Inneren mit einer einmaligen Akustik) stehen die einzigen in Deutschland noch erhaltenen Flugzeughallen aus dem Ersten Weltkrieg unter Denkmalschutz.

Vor den Hangars wurden zu DDR-Zeiten Bürogebäude gebaut, für die Wohnneubauten wurde das dazugehörige Gewerbegelände planiert.

Quadratische Gebäude mit einer Kuppel: Die Flugzeughangars in Berlin-Karlshorst wurden zwischen 1917 und 1919 erbaut.
Quadratische Gebäude mit einer Kuppel: Die Flugzeughangars in Berlin-Karlshorst wurden zwischen 1917 und 1919 erbaut.Michael G. Schroeder/Wikimedia Commons

Die „Gartenstadt Karlshorst“ (8000 Quadratmeter) ist Teil eines großen Wohnprojekts. Bis 2031 sollen in Berlin-Karlshorst 526 Wohnungen gebaut werden – davon 54 Einfamilienhäuser und 278 Eigentumswohnungen.

Die Howoge hat vom Projektentwickler Bonava drei Gebäude mit 194 Mietwohnungen gekauft – 189 davon werden preisgünstig  mit Wohnberechtigungsschein vermietet. Das ist wichtig in einer Gegend, wo die durchschnittliche Angebotsmiete bei mehr als 18 Euro pro Quadratmeter liegt.

Gartenstadt Karlshorst: Mieten ab 308 Euro

„Karlshorst gehört zu den Stadtteilen mit einer besonders hohen Nachfrage nach Wohnraum“, sagte der ehemalige Howoge-Geschäftsführer  Ulrich Schiller beim Richtfest im Juli vergangenen  Jahres. „Die Gartenstadt Karlshorst ist nur ein Beispiel dafür, wie durch gemeinsames Engagement neuer Wohnraum für alle geschaffen wird.“

Auf dem Areal an der Köpenicker Allee Ecke Am alten Flugplatz werden vor allem kleinere Wohnungen bezugsfertig. Knapp drei Viertel davon sind Zwei-Zimmer-Wohnungen mit im Schnitt 74 Quadratmetern.

Die preiswerteste Wohnung im Howoge-Angebot: zwei Zimmer (44 Quadratmeter) mit Fußbodenheizung und Aufzug in der zweiten Etage – für 308 Euro kalt beziehungsweise 462 Euro warm. Bedingung: WBS 100–140.

Blick in eine Vier-Zimmer-Wohnung in der Gartenstadt Karlshorst
Blick in eine Vier-Zimmer-Wohnung in der Gartenstadt KarlshorstHowoge

Für eine neun Quadratmeter größere Zwei-Zimmer-Wohnung (zweite Etage) werden 371 Euro kalt beziehungsweise 556,50 Euro warm aufgerufen – ebenfalls mit WBS 100–140.

Die größte Wohnung im Angebot ist eine Vier-Zimmer-Wohnung mit 87 Quadratmetern für 609 Euro kalt beziehungsweise 913,50 Euro warm (WBS 100–140). Die Wohnung in der vierten Etage ist barrierefrei, ein Abstellraum gehört dazu.

Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Wie sind Ihre Erfahrungen bei der Wohnungssuche? Schreiben Sie uns bitte per Mail anleser-bk@berlinerverlag.com