Der Straßenname erinnert an die Geschichte dieses Areals: Am alten Flugplatz. Der Militärflugplatz ist längst Vergangenheit, nur die denkmalgeschützten Hangars sind noch zu sehen. Am Rand des Geländes stehen jetzt die ersten Wohnungen vor der Fertigstellung. Noch im Mai sollen die ersten Mieter einziehen – für vier Wohnungen sucht die Howoge gerade Mieter.
Einst war hier die Sowjetarmee stationiert
Lange Zeit waren die mehr als 100 alten Flugzeughallen (1917–1919) einzig eine Anlaufstelle für Graffitisprayer. Darunter auch 16 quadratische, mit einer Kuppel gekrönte Stahlbetongebäude, in die einstmals nur sehr kleine Kampfflugzeuge (7,50 mal 9,50 Meter) passten.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1918) verlor der Flughafen an Bedeutung, Firmen zogen ein. Die sowjetische Armee nutzte die Hallen nach dem Zweiten Weltkrieg als Standort für Schützenpanzer sowie als Fahrzeugwerkstätte der sowjetischen Botschaft.
Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Architektur (im Inneren mit einer einmaligen Akustik) stehen die einzigen in Deutschland noch erhaltenen Flugzeughallen aus dem Ersten Weltkrieg unter Denkmalschutz.
Vor den Hangars wurden zu DDR-Zeiten Bürogebäude gebaut, für die Wohnneubauten wurde das dazugehörige Gewerbegelände planiert.

Die „Gartenstadt Karlshorst“ (8000 Quadratmeter) ist Teil eines großen Wohnprojekts. Bis 2031 sollen in Berlin-Karlshorst 526 Wohnungen gebaut werden – davon 54 Einfamilienhäuser und 278 Eigentumswohnungen.
Die Howoge hat vom Projektentwickler Bonava drei Gebäude mit 194 Mietwohnungen gekauft – 189 davon werden preisgünstig mit Wohnberechtigungsschein vermietet. Das ist wichtig in einer Gegend, wo die durchschnittliche Angebotsmiete bei mehr als 18 Euro pro Quadratmeter liegt.
Gartenstadt Karlshorst: Mieten ab 308 Euro
„Karlshorst gehört zu den Stadtteilen mit einer besonders hohen Nachfrage nach Wohnraum“, sagte der ehemalige Howoge-Geschäftsführer Ulrich Schiller beim Richtfest im Juli vergangenen Jahres. „Die Gartenstadt Karlshorst ist nur ein Beispiel dafür, wie durch gemeinsames Engagement neuer Wohnraum für alle geschaffen wird.“
Auf dem Areal an der Köpenicker Allee Ecke Am alten Flugplatz werden vor allem kleinere Wohnungen bezugsfertig. Knapp drei Viertel davon sind Zwei-Zimmer-Wohnungen mit im Schnitt 74 Quadratmetern.
Die preiswerteste Wohnung im Howoge-Angebot: zwei Zimmer (44 Quadratmeter) mit Fußbodenheizung und Aufzug in der zweiten Etage – für 308 Euro kalt beziehungsweise 462 Euro warm. Bedingung: WBS 100–140.



