Der neue Wintereinbruch – er steht in Deutschland kurz bevor. Zumindest, wenn man den aktuellen Wetterprognosen glaubt. Denn die halten schon wieder die eine oder andere Überraschung bereit. Wir erinnern uns: Seit Tagen wird von einer Kaltfront berichtet, die über Osteuropa hängt, die den neuen Winter zu uns bringen soll. Schnee sollte es keinen geben. Doch es hat sich alles gedreht – und jetzt warnen Experten sogar vor Lebensgefahr!
Der neue Wintereinbruch mit Schnee steht bevor
Schon am Freitag war die neue Kälte deutlich zu spüren – und vor allem die Auswirkungen bekamen viele mit: Glatteis auf den Straßen machte besonders Autofahrern das Leben schwer. In der Nähe von Paderborn kam es unter anderem zu 18 Unfällen auf einem Abschnitt der A44, drei Menschen kamen ums Leben, mehr als zehn wurden verletzt. Etwas Sprühregen reichte aus, um auf dem eiskalten Boden eine Eisschicht zu bauen und für Chaos zu sorgen.
Doch die spannende Zeit steht noch bevor – denn am Wochenende und vor allem zum Montag soll laut Vorhersagen ein Schneetief Deutschland besuchen, verrät Meteorologe Dominik Jung von wetter.net in seinen aktuellen Wetterberichten. Eine echte Überraschung, denn eigentlich sollte es kaum Niederschlag und damit auch keinen Schnee geben. Doch das hat sich geändert: Die verschiedenen Wettermodelle sagen nun teils krasse Schneehöhen voraus. Laut GFS-Modell zieht sich eine Art Schneegürtel über Deutschland – bis zu fünf Zentimeter Schnee im Flachland gibt es von Bayern bis nach Berlin, in höheren Lagen sind auch mal zehn Zentimeter drin.
Wettermodelle berechnen unterschiedlich viel Schnee
Das ICON-Wettermodell des DWD sei konservativer unterwegs – es berechnet vor allem Schnee über dem Osten Deutschlands, zehn bis 20 Zentimeter wären dann von Berlin über Sachsen bis Bayern zeitweise drin, im Flachland wird es aber natürlich eher weniger. Heftig wird’s beim kanadischen und dem britischen Wettermodell: Hier fällt der Schnee flächendeckend über Deutschland, das britische Modell sieht sogar eine zehn Zentimeter hohe Schneedecke über weiten Teilen Deutschlands. Wie viel es wird, wird sich zeigen – kommen soll der Schnee am Sonntagabend und Montagmorgen.

Kalt bleibt es dazu natürlich auch – nach Minusgraden in der Nacht zum Samstag erwarten den Osten Deutschlands am Samstag Werte um den Gefrierpunkt. Auch am Sonntag wird es nicht wärmer, die Basis für den Schnee am Abend. „Am Montag dann meist leichter Dauerfrost, hier und da um Null bis minus 1 Grad“, sagt Dominik Jung.
Kälte und Schnee bergen neue Gefahren
Perfekte Voraussetzungen dafür, dass der Schnee auch liegen bleibt. Und auch am Dienstag soll es mit Temperaturen um die Null Grad im Osten kalt bleiben, während es im Westen Deutschlands positive Werte gibt. „Es gibt bei dieser Wetter-Zweiteilung“, sagt Jung. Das Kältehoch schaffe es noch immer nicht zu uns.
Dennoch birgt das Wetter Gefahren. Vor allem beim einsetzenden Schneefall kann es natürlich wieder zu Verkehrschaos kommen, wenn ganz Deutschland am Montag in den Berufsverkehr startet – abhängig davon, wie stark der Schneefall wirklich wird.

Polizei warnt vor Lebensgefahr durch die Kälte
Doch schon am Wochenende droht Lebensgefahr, vor der die Polizei jetzt warnt. Der Grund: Die Behörden fürchten, dass sich an den freien Tagen wieder viele Menschen bei klirrend kaltem Wetter auf die Eisflächen begeben werden. Denn die sind nicht sicher, leicht kann man im Eis einbrechen, die Gefahr wird aber unterschätzt – weil es eben so kalt ist. Von außen könne man schlecht sehen, wie stark das Eis auf einem See oder einem Fluss wirklich ist.




