Er rettet Union Punkte, Tore und Nerven – und bringt den Klub gleichzeitig an seine Schmerzgrenze. Danilho Doekhi köpft den 1. FC Union Berlin zum 2:2 (0:1) gegen Mainz und schweigt danach zu seiner Zukunft. Während Köpenick jubelt, läuft im Hintergrund ein gnadenloser Millionen-Poker. Und der könnte Union teuer zu stehen kommen.
Danilho Doekhi (27) springt hoch, höher als alle anderen – und wuchtet in der 84. Minute den Ball nach einem Freistoß von Derrick Köhn unter die Latte. Sein fünftes Saisontor. Eigentlich. Denn Stürmer Marin Ljubicic drückt den Ball final zum 2:2 gegen den FSV Mainz 05 über die Linie.
Egal. Die Fischer-Rückkehr wird zum Spektakel, die Alte Försterei explodiert kurz vor Schluss. Und wieder einmal ist es Doekhi, der Union trägt – und gleichzeitig zittern lässt.
Doekhi rettet Union – und schweigt zu seiner Zukunft
Eigentlich ist der Innenverteidiger nicht wegzudenken. Robust, konstant, eiskalt. Und torgefährlich wie ein Stürmer. Genau deshalb steht er bei vielen Premier-League-Klubs auf dem Zettel. Vor allem Aston Villa und Leeds United mischen laut englischen Medien im Millionen-Poker mit.

Union soll rund 13 Millionen Euro aufrufen – Doekhis kolportierter Marktwert. Der Haken an der Sache: Sein Vertrag läuft im Sommer aus, dann ist er ablösefrei zu haben. Die Zahlungsbereitschaft der finanzstarken Klubs aus England hält sich deshalb bislang in Grenzen.
Premier-League-Klubs: Aston Villa und Leeds heiß auf Doekhi
Fakt ist: Noch liegt Union kein Angebot auf dem Tisch.

Doekhi selbst versucht, das Transfer-Theater auszublenden. „Das macht mein Berater. Ich fokussiere mich auf Union“, sagt er nach Abpfiff bei Sky. Und auf die Frage nach einem Verbleib? Weicht er aus. „Ich habe hier eine schöne Zeit. Aber man weiß nie, was im Fußball passiert.“ Ein Satz, der in Köpenick niemanden beruhigt.
Union droht der Super-GAU: Ablösefrei im Sommer?
Denn Union droht ein bitteres Szenario: Verkauf unter Marktwert samt sportlichem Verlust im Winter – oder im Sommer der Super-GAU mit einem ablösefreien Abgang. Ein eisernes Horrorszenario, das auch bei Abwehrspieler Diogo Leite immer näher rückt.
Klar ist: Doekhi darf längst – ohne Union zu informieren – mit anderen Klubs verhandeln. Ein Millionen-Handgeld winkt im Sommer.
Verlängerung kein Thema – Doekhi winkt Millionen-Handgeld
Für Union bleibt nur das Risiko. Eine Vertragsverlängerung ist auf jeden Fall aktuell für Doekhi kein Thema. „Das muss man gucken“, sagt Doekhi knapp.




