Das Winter-Transferfenster ist seit dem 2. Februar dicht – doch in Köpenick wird weiter spekuliert. Kaum ebben die Dauermeldungen um Diogo Leite und Danilho Doekhi ab, taucht der nächste Name auf: Jetzt soll Livan Burcu in Italien begehrt sein. Beim 1. FC Union Berlin sorgt das vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen (Sonnabend, 15.30 Uhr, Sky) weniger für Panik – sondern für genervtes Kopfschütteln.
Nach Leite & Doekhi: Das nächste Wechselthema nervt
Beim 1. FC Union Berlin kehrt einfach keine Ruhe ein. Sportlich steckt der Klub in einer heiklen Phase, kämpft um Stabilität und Punkte. Und trotzdem kochen die Transfergerüchte weiter – als hätte die Krise nicht schon genug Sprengkraft.

Wochenlang drehte sich fast alles um mögliche Abgänge von Diogo Leite und Danilho Doekhi. Kaum ein Tag ohne neue Wasserstandsmeldung. Manager Horst Heldt atmete nach Ende der Winter-Transferperiode sichtbar durch: „Für keinen der beiden lag ein Angebot vor, nur Anfragen“, stellte er klar. Selbst bei einem exotischen Transfer-Thema wie England‑Star Raheem Sterling, der inzwischen bei Feyenoord Rotterdam gelandet ist, rieb sich Heldt nur kurz die Augen.
Und jetzt also Livan Burcu.
Burcu beliebt – bei Union wie auch bei Turin
Der 21‑jährige Flügelstürmer, zuletzt von Trainer Steffen Baumgart öffentlich angezählt, ist bei Fans und Mitspielern extrem beliebt: offene Art, mutiges Dribbling, keine Angst vor großen Namen. Genau deswegen soll Burcu laut Transferexperte Rudy Galetti das Interesse des FC Turin geweckt haben. Serie A statt Bundesliga?

Die Gerüchte passen Union gerade überhaupt nicht. Nicht nach sieben sieglosen Spielen. Nicht in einer Phase, in der es um Fokus, Disziplin und Zusammenhalt geht. Transfer‑Spekulationen gehören zum Geschäft – aber sie nerven gewaltig, wenn sportlich Feuer unterm Dach ist.
Warum die Gerüchte genau jetzt besonders stören
Dabei bleibt Union intern ruhig. Heldt weiß, wie das Spiel läuft. Nach KURIER‑Informationen liegt – wie bei Doekhi und Leite – überhaupt kein Angebot vor. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass viele Klubs Burcu längst auf dem Radar haben.
Kein Wunder: Unions 300.000‑Euro‑Schnäppchen zeigt nach seiner Verletzung in der Hinrunde immer häufiger, was er vergangene Saison beim 1. FC Magdeburg bereits konstant bewies: Tempo, Eins‑gegen‑eins, Kreativität – Elemente, die Union gut gebrauchen kann.
Burcu will mehr Minuten – und eine große Bühne
Fakt ist: Burcu ist mit seinem Status als Einwechselspieler unzufrieden. Er träumt nicht nur von mehr Spielzeit, sondern von der großen Bühne, von Champions‑League‑Nächten.
Das Gute für Union: All das hat der FC Turin aktuell – und wohl auch künftig – als derzeit 13. der Serie A nicht zu bieten. Für Burcus Ansprüche wirkt das kaum wie der nächste große Schritt.
Union Berlin plant mit Livan Burcu langfristig
Italien‑Interesse hin oder her: Union plant fest mit Burcu. Der Frankfurter soll das eiserne Spiel in Zukunft auf ein anderes Level heben. Manager Heldt: „Er hat Eigenschaften, die uns flexibler machen. An und mit ihm werden wir noch ganz viel Spaß haben.“




