Dieses Spiel wird allen Unionern noch lange in den Knochen stecken! Der 1. FC Union Berlin verliert beim HSV mit 2:3 (1:2) – und erlebt einen Nachmittag, der schmerzt. Ein klarer Strafstoß bleibt aus, ein leeres Tor wird nicht getroffen, im Gegenzug fällt das Gegentor. Für Steffen Baumgart endet die emotionale Rückkehr nach Hamburg auf eine brutal bittere Weise.
Baumgarts emotionale Rückkehr endet im Schmerz
Ungläubiges Kopfschütteln bei allen Unionern. Baumgart starrt ins Leere. Spieler sinken auf den Rasen. Dieser Nachmittag im Volksparkstadion wird Zeit brauchen, um verarbeitet zu werden. Zu dramatisch, zu bitter, zu brutal läuft dieses Bundesliga-Spiel. Doch der Reihe nach.

Es sollte ein besonderer Nachmittag für Steffen Baumgart werden. Rückkehr nach Hamburg, zurück in ein Stadion, das er kennt und das er fühlt. Doch was der Trainer des 1. FC Union im Volkspark erlebt, tut weh.
Baumgarts Leiden in Hamburg geht weiter
Keine eineinhalb Jahre nach seiner Entlassung steht er am Valentinstag wieder im Volkspark an der Seitenlinie. 1887. Bundesliga-Spiel des HSV – das Gründungsjahr des Traditionsklubs. Mehr Kitsch geht kaum. Baumgart, seit Kindheit HSV-Fan, trägt diesen Klub im Herzen. Neun Monate durfte er Cheftrainer sein, dann folgte der Rauswurf. Und das Leiden geht beim ersten Wiedersehen weiter.

Union beginnt wach und ist schnell verdammt wütend: Andrej Ilic steigt im Strafraum hoch, bekommt statt des Balles den Kopf des Gegners ab. Ein klares Foul, ein klarer Elfmeter – eigentlich. Schiedsrichter Florian Badstübner winkt ab, der VAR schweigt. Baumgart diskutiert, gestikuliert, schüttelt den Kopf.
VAR sorgt für Wut: Klarer Elfer für Union bleibt aus
Wenig später zeigt der Referee dann doch auf den Punkt. Ilic geht zu Boden, es gibt Strafstoß. Leopold Querfeld übernimmt Verantwortung und trifft zur Führung. Doch die Freude hält nicht lange. Der HSV nutzt einen Moment der Unordnung, gleicht aus. Zu viel Raum, zu wenig Zugriff. 1:1.

Und dann kommt diese Szene, die sich einbrennt: HSV-Keeper Fernandez verschätzt sich beim Rauslaufen, Ilic muss nur noch einschieben – trifft das leere Tor aber nicht. Unglaublich!
Ilic-Drama: Das leere Tor – und der Gegentreffer
Doch es wird noch brutaler: Statt 2:1 für Union fällt im direkten Gegenzug das 2:1 für den HSV. Ein Konter, ein Abschluss mit Hilfe der Latte – und die Partie kippt komplett.
Doch wer glaubt, die Eisernen ergeben sich, irrt gewaltig. Noch vor dem Gegner stehen sie wieder auf dem Platz. Baumgart reagiert und bringt frische Kräfte.
Union drückt, kämpft, trifft – doch der HSV bleibt eiskalt
Union drückt, schiebt den HSV tief in die eigene Hälfte. Ilic köpft knapp vorbei, Tim Skarke vergibt aus spitzem Winkel, Derrick Köhn hämmert einen Freistoß ans Lattenkreuz. Es ist eine furiose zweite Halbzeit: Tempo, Wucht, Wille. Alles da – nur das Tor fehlt.
Und wie so oft im Fußball wird das bestraft. Ein Konter, ein Tunnel gegen Querfeld, ein eiskalter Abschluss – Königsdörffer bringt den HSV mit 3:1 in Führung (82.). Eigentlich die Entscheidung. Doch nicht an diesem Nachmittag.
Union seit sieben Spielen ohne Sieg – Ilic erlöst sich
Denn Ilic erlöst sich spät, trifft per Kopf zum 2:3 und beendet seinen Torfluch. Erstes Saisontor. Hoffnung keimt auf. Sechs Minuten Nachspielzeit. Union wirft alles nach vorne. Doch der Ausgleich fällt nicht. Baumgarts Rückkehr nach Hamburg endet wie sein Abschied: mit Schmerz.




