Nur 21 Bundesliga-Spiele absolvierte Bastian Oczipka für den 1. FC Union Berlin. Und doch spricht er heute über kaum eine Station so intensiv wie über Köpenick. Der Grund trägt einen Namen: Urs Fischer. Der Ex-Profi blickt zurück – und erklärt, warum ihn ausgerechnet diese kurze Zeit bis heute formt.
Oczipka überrascht: Union-Zeit wirkt bis heute nach
304 Bundesliga-Spiele, sieben Klubs, große Stadien. Bastian Oczipka (37) hat viel gesehen im deutschen Fußball. Eintracht Frankfurt, Schalke 04, Hannover 96. Doch wenn der Ex-Profi heute auf seine Karriere zurückblickt, leuchtet eine Station besonders hell: der 1. FC Union Berlin.

Dabei war sein Kapitel an der Alten Försterei kurz. 21 Einsätze in der Saison 2021/22. Am Ende Platz fünf in der Bundesliga, Europa-League-Qualifikation, historische Nächte für Union. Für Oczipka war es mehr als nur eine sportlich starke Phase. Es war eine Lektion fürs Leben.
Urs Fischer als Chef – hart, klar, konsequent
Auf LinkedIn lässt der 37-Jährige nun seine Karriere Revue passieren. Und er wird deutlich: „Trainer prägen mehr als nur ihr Spielsystem. Sie prägen Menschen, Spieler oder auch ganze Karrieren.“

Er nennt drei Namen, die ihn besonders beeinflusst haben: Niko Kovac bei Eintracht Frankfurt. Domenico Tedesco auf Schalke. Und vor allem Urs Fischer beim 1. FC Union.
Die Mischung aus Disziplin und Menschlichkeit
Fischer, der Architekt des eisernen Höhenflugs. Kein Showman, kein Lautsprecher. Sondern ein Trainer, der wirkte. „Urs Fischer war bei Union Berlin der Chef. Aber nie der Lauteste. Nie der Lautsprecher. Auf dem Platz: knallhart, konsequent, klar“, schreibt Oczipka.
Diese Klarheit habe ihn beeindruckt. „Seine Prinzipien galten für alle. Kein Interpretationsspielraum.“ Stars und Ergänzungsspieler wurden gleich behandelt. Leistung entschied. Disziplin zählte. Diskussionen? Kurz und direkt.
Warum 21 Spiele Oczipkas Karriere verändern konnten
Und doch blieb Raum für Menschlichkeit. Genau das macht Oczipkas Worte so eindringlich. „Aber daneben: witzig, menschlich, locker. Er konnte dich auf dem Platz zusammenstauchen und danach mit dir lachen.“
Diese Mischung aus Härte und Herz prägte Union in dieser Zeit. Die Mannschaft funktionierte wie ein Uhrwerk, weil jeder seine Rolle akzeptierte. Fischer schuf ein Klima, in dem Verantwortung kein Schlagwort war, sondern Alltag.
Oczipka bringt es auf den Punkt: „Diese Klarheit. Diese Menschlichkeit. Das bleibt.“
Union-Erfolg unter Urs Fischer kein Zufall
Ganz klar: Für alle Unioner ist es eine Bestätigung. Der Erfolg der vergangenen Jahre war kein Zufall. Er war das Resultat einer Haltung, die Fischer vorlebte.




