Blutdruck zu hoch?

Bluthochdruck: Was kann ich tun, wenn er zu hoch ist?

Bluthochdruck ist eine weitverbreitete Krankheit. Erfahren Sie alles Wichtige über seine Ursachen, Symptome und mögliche Behandlungsmethoden.

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Durch seine unklaren Symptome kann Bluthochdruck zur Überraschung werden.
Durch seine unklaren Symptome kann Bluthochdruck zur Überraschung werden.IMAGO / imagebroker

Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Krankheit: In Deutschland ist mehr als jeder Vierte davon betroffen. Die Symptome sind schwer zu erkennen – trotzdem kann Bluthochdruck schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige.

Bluthochdruck: Was hat es damit auf sich?

Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, ist eine Krankheit, bei der die Gefäße, die das Blut in die Organe leiten, einen zu hohen Druck aufweisen. Wer dauerhaft einen Blutdruck von mindestens 140/90 mmHg hat, ist davon betroffen. Chronischer Bluthochdruck kann gefährlich sein, da er nicht sofort erkennbar ist. Er schadet bringt dauerhafte Schäden mit sich, die nicht nur die Gefäße selbst, sondern auch Herz, Nieren und das Gehirn beeinträchtigen. Daher ist er auch ein häufiger Grund für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Ursachen von Bluthochdruck

Eine der häufigsten Ursachen für Bluthochdruck ist eine schlechte Ernährung und Bewegungsmangel. Auch Übergewicht, Alkohol, Rauchen und ein zu hoher Salzkonsum können einen erhöhten Blutdruck auslösen. Menschen, die viel Stress ausgesetzt sind, können ebenfalls betroffen sein.

Bluthochdruck kann aber auch genetisch verursacht sein, denn die Neigung kann vererbt werden. Wenn Sie zudem zu den Menschen gehören, deren Körper sensitiv auf Salz reagiert, können schon mehr als fünf Gramm täglich den Blutdruck heben.

Es gibt auch bestimmte Erkrankungen, die Bluthochdruck mit sich ziehen – dann wird von einer sekundären Hypertonie gesprochen. Ein häufiger Treiber dafür ist das Conn-Syndrom, welches zu krankhaften Zellveränderungen der Nebenniere führt. Wenn Sie unter 50 sind, nicht an Diabetes erkrankt oder übergewichtig sind und Blutdruckmittel nicht wirken, sollten Sie sich auf dieses Syndrom testen lassen.

Neuste Erkenntnisse zeigen außerdem, dass Bluthochdruck bei Frauen und Männern unterschiedlich zu betrachten ist. Der Blutdruckwert für Frauen ist niedriger als bei Männern, außerdem spielen die Hormone eine wichtige Rolle. So kann die Pille beispielsweise dafür sorgen, dass der Blutdruck steigt. Ein weiterer Faktor sind die Wechseljahre, da hier der Östrogenspiegel sinkt. Das körpereigene Östrogen macht die Gefäße weich, sodass der Blutdruck sinkt. Nach den Wechseljahren haben Frauen weniger Östrogen in ihrem Körper, wodurch der Blutdruck oft steigt.

Bluthochdruck: Diese Symptome können erste Hinweise liefern

Bluthochdruck lässt sich nicht an direkten Symptomen erkennen, was dazu führt, dass er meist erst im Zuge von Folgeerkrankungen diagnostiziert wird. Trotzdem gibt es erste Anzeichen, die Sie wahrnehmen können.

Erste Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck:
  • Schlaflosigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Nasenbluten
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Ohrensausen
  • Kopfschmerzen am Morgen, die bei Höherlagerung des Kopfes weniger werden

Bei starkem Bluthochdruck können ein Engegefühl in der Brust, Luftnot und Sehstörungen auftreten.

Ab wann ist der Blutdruck zu hoch?

Der optimale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg, ein etwas höherer Wert ist kein Grund zur Sorge. Ab 140/90 mmHg gilt der Blutdruck als mild erhöht, ab 160/100 mmHg als mittel erhöht und ab 180/110 mmHg als schwer erhöht. Diese Werte gelten allerdings nur für Männer. Bei Frauen können schon 120 mmHg zu viel sein, da ihr Blutdruck von Natur aus niedriger ist.

Um eine Krankheit zu ermitteln, muss der Blutdruck mindestens dreimal ein zwei verschiedenen Tagen gemessen werden. Danach folgen weitere Untersuchungen, um Grunderkrankungen auszuschließen und sich über möglicherweise bereits eingetretene Folgeschäden im Klaren zu sein.

Blutdruck zu hoch: Das können Sie tun

Da Bewegungsmangel und eine schlechte Ernährung den Blutdruck maßgeblich bedingen, müssen diese Gewohnheiten zuerst geändert werden. Bewegen Sie sich mehr, essen Sie gesund. Reduzieren Sie ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum und salzen Sie weniger.

Am besten ist es, wenn Sie pro Woche etwa vier bis fünf Mal für mindestens 30 Minuten Ausdauersport betreiben. Essen Sie zudem viel Obst und Gemüse und weniger Fleisch. Versuchen Sie, vor allem Wasser und Tee zu trinken.

Wenn eine Umstellung der Lebensgewohnheiten nicht ausreichend hilft, können Medikamente verschrieben werden. Hier gibt es verschiedene Optionen, sodass ärztliche Rücksprache erforderlich ist.

Fazit: Bluthochdruck sollte nicht unterschätzt werden

Viele Menschen sind von Bluthochdruck betroffen, allerdings wird es oft nicht oder zu spät erkannt. Da Bluthochdruck verschiedene Folgeerkrankungen verursachen kann, ist es wichtig, ihn wahrzunehmen und zu behandeln. Achten Sie auf erste Symptome und gehen Sie zum Arzt, sollten Sie den Verdacht haben, betroffen zu sein.