Mit dem Auto bis ins hohe Alter unterwegs sein: Für viele Senioren gehört das zur Selbstständigkeit dazu. Gerade im Autofahrer-Land Deutschland. In einem anderen Staat werden ältere Autofahrer künftig genauer überprüft. Wer 65 Jahre oder älter ist, muss sich ab Ende August 2026 regelmäßig einer medizinischen Untersuchung unterziehen, um seinen Führerschein behalten zu dürfen.
Kasachstan führt Gesundheits-Test für Fahrer ab 65 ein
Ältere Autofahrer können durch nachlassende Sinne, langsamere Reaktionen und geringere Beweglichkeit zum Sicherheitsrisiko werden. Deswegen greift Kasachstan nun zu einer drastischen Maßnahme. Wie das Innenministerium mitteilt, müssen Fahrer ab 65 Jahren sowie Menschen mit Behinderung alle zwei Jahre eine ärztliche Untersuchung absolvieren. Kasachstan liegt in Zentralasien, fünf Prozent des Staatsgebiets liegen allerdings geografisch in Europa. Es ist das neuntgrößte Land der Erde.
Ziel der Regierung von Kasachstan: Die Verkehrssicherheit soll durch diese Maßnahme erhöht werden. Geprüft wird dabei, ob gesundheitliche Einschränkungen gegen das Führen eines Fahrzeugs sprechen. Die Ergebnisse werden automatisch zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Innenministerium ausgetauscht.
Für Betroffene kann das ernste Folgen haben. Liegt im staatlichen System keine Bestätigung über die absolvierte Untersuchung vor oder werden medizinische Gründe gegen das Autofahren festgestellt, verliert der Fahrer seine Fahrerlaubnis.

Doch damit nicht genug: Kasachstan verschärft zugleich die Vorschriften für Verkehrssünder. Wer bestimmte schwere Verstöße begeht, kann künftig zu einer erneuten Theorieprüfung verpflichtet werden. Dazu zählen etwa wiederholte Tempoverstöße, gefährliche Überholmanöver oder das Verursachen von Gefahrensituationen an Kreuzungen.
Wer eine angeordnete Wiederholungsprüfung ohne triftigen Grund innerhalb von zwei Monaten ignoriert, riskiert ebenfalls den Entzug des Führerscheins.

Auch bei Alkohol- und Drogendelikten wird die Gangart härter. Selbst wenn ein Strafverfahren später eingestellt wird, droht künftig ein Führerscheinentzug von acht Jahren. Wer noch keinen Führerschein besitzt, darf in diesem Zeitraum auch keinen neuen erwerben.
Führerschein weg: Acht Jahre Sperre für Alkohol- und Drogensünder
Das Innenministerium begründet die Maßnahmen mit einem besseren Schutz von Verkehrsteilnehmern. Die neuen Vorschriften sollen dazu beitragen, die Zahl schwerer Unfälle zu reduzieren und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.




