Die Deutschen und ihr Geld. Rund 3,5 Billionen Euro liegen laut Bundesbank als Bargeld oder auf Bankkonten einfach so herum. Was Geldanlagen angeht, gelten die Deutschen als konservativ und besonders vorsichtig. Oder wie es die Bundesbank ausdrückt: Private Haushalte in Deutschland zeigen „eine hohe Präferenz für hochliquide Mittel“.
Warum ausländische Banken Deutschland ins Visier nehmen
Das ist auf der anderen Seite die Chance für Banken. Gerade aus dem Ausland. Sie wollen mit dem deutschen Geld arbeiten. Eine US-Bank hat nun den deutschen Markt betreten und hofft mithilfe von Fußball-Weltmeister Thomas Müller (36) auf viele neue Kunden. Die Digitalbank Chase lockt Kunden mit einem gebührenfreien Tagesgeldkonto. Für die ersten vier Monate gibt es 4 Prozent Zinsen pro Jahr, anschließend gilt ein variabler Zinssatz von 2 Prozent.
Mit vier Prozent bietet Chase zum Start in Deutschland derzeit auch das attraktivste Angebot auf dem Tagesgeldmarkt. Die Advanzia Bank aus Luxemburg startet zum Beispiel bei 3,9 Prozent. Die Renault Bank direkt, eine hundertprozentige Tochter des französischen Automobilherstellers, liegt bei 3,5 Prozent und die Consorsbank aus Frankreich bei 3,4 Prozent.

Hinter Chase steht die US-Großbank J.P. Morgan Chase, die als eines der größten Geldhäuser der Welt gilt und ihren Sitz in New York hat. Ex-Nationalspieler Müller, der seine Karriere in Vancouver (Kanada) ausklingen lässt, soll als Werbegesicht das Deutschland-Geschäft anschieben. Im Werbespot sagt er: „Chase steht für Banking, wie ich es mag – einfach, klar und direkt. Das passt zu mir: nicht lange drumherum reden, sondern immer on point.“




