Backen am Wochenende

Kuchenrezepte aus der DDR: Kennen Sie Mooskuchen und Prophetenkuchen?

Sie suchen noch einen Kuchen für das Wochenende? Wir haben im Rezeptbuch aus der DDR gekramt und zeigen Ihnen hier drei Spezialitäten aus dem Osten!

Author - Florian Thalmann
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Am Wochenende wird gebacken! Omas überlieferte Rezepte sind dabei die besten. Wir haben drei geniale und einfache Blechkuchen aus der DDR für Sie.
Am Wochenende wird gebacken! Omas überlieferte Rezepte sind dabei die besten. Wir haben drei geniale und einfache Blechkuchen aus der DDR für Sie.agefotostock/imago

Na, wird bei Ihnen am Wochenende auch gebacken? Für viele gehört ein gemütliches Kaffeetrinken zu einem entspannten Wochenende. Eine gute Tasse Kaffee, dazu ein leckeres Stück Blechkuchen. Nur: Welcher darf es sein? Wer Rezepte sucht, sollte mal einen Blick in die Backbücher aus der DDR werfen. Hier haben wir drei einfache Rezepte für Sie, die Ihnen garantiert gefallen werden. Viel Spaß beim Backen!


Prophetenkuchen aus Thüringen: So backen Sie ihn

Haben Sie schon einmal von Huckelkuchen gehört? Dieser besondere Kuchen ist eine echte Delikatesse, die direkt aus Thüringen stammt. Ein spezieller Teig wird dabei dünn auf ein Blech gestrichen und wirft beim Backen große Blasen, die dem Blechkuchen seine typische Form geben. Aufgrund der Berge auf dem Kuchen wird er auch als Prophetenkuchen bezeichnet. Hier lernen Sie, wie Sie ihn einfach backen.

Beim Backen entstehen auf dem Huckelkuchen die typischen Blasen. Das Rezept ist eine echte Delikatesse und wird in Thüringen schon lange gebacken.
Beim Backen entstehen auf dem Huckelkuchen die typischen Blasen. Das Rezept ist eine echte Delikatesse und wird in Thüringen schon lange gebacken.Depositphotos/imago

Zutaten für Huckelkuchen aus der DDR

Zutaten für den Teig: 6 Eigelbe, 1,5 EL Zucker, 6 EL Sonnenblumenöl, 6 EL Rum oder Weinbrand, 6 EL Mehl

Zutaten für den Belag: 75 g Butter, 2 Päckchen Vanillezucker, 75 g Puderzucker

Zubereitung: So backen Sie Thüringer Huckelkuchen

1. Eigelbe und Zucker in einer Schüssel mehrere Minuten aufschlagen, bis die Masse hell und deutlich cremiger wird. Sonnenblumenöl hinzufügen und weiter rühren. Anschließend das Mehl unterrühren und zum Schluss Rum oder Weinbrand zugeben.

2. Backofen auf etwa 230 °C Umluft vorheizen und ein Backblech gut einfetten. Den zähen Teig dünn auf dem Blech verstreichen.

3. Kuchen etwa 5–7 Minuten backen, bis er leicht gebräunt ist. Dabei bilden sich typische kleine Huckel.

4. Butter schmelzen und den heißen Kuchen damit bestreichen. Mit Vanillezucker und anschließend Puderzucker bestreuen, abkühlen lassen und in Stücke schneiden.


Rezept für LPG-Kuchen: Lecker dank Keksen und Schnaps

Der LPG-Kuchen ist ein echter Klassiker unter den Blechkuchen der DDR. Im Osten wurde schon früher gern mal ein Schnäpschen getrunken – und das bekommt in diesem Rezept seinen besonderen Auftritt. Denn der LPG-Kuchen besteht aus einem lockeren Boden, einer Puddingcreme, mit Weinbrand getränkten Butterkeksen und Schokoladenguss. Hier verraten wir, wie sie ihn backen.

Zutaten für LPG-Kuchen aus der DDR

Zutaten für den Teig: 200 g Butter, 200 g Zucker, 4 Eier, 300 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz

Zutaten für den Belag: ca. 200 g Konfitüre (z. B. Aprikose oder Johannisbeere), 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, 500 ml Milch, 200 g Butter, ca. 200 g Butterkekse, etwas Weinbrand (oder Milch/Saft)

Zutaten für den Schokoguss: 200 g dunkle Kuvertüre, 100 g Kokosfett, 100 ml Sahne

Zubereitung: So backen Sie den leckeren Blechkuchen

1. Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Eier einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und unter den Teig heben.

2. Teig auf ein gefettetes Backblech streichen und bei etwa 180 °C ca. 15 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen. Den kalten Boden gleichmäßig mit Konfitüre bestreichen.

3. Vanillepudding mit Milch nach Packungsanleitung kochen und abkühlen lassen. Weiche Butter unterrühren, bis eine glatte Creme entsteht. Diese auf dem Kuchen verteilen. Butterkekse darauf legen und mit etwas Weinbrand (oder Milch/Saft) beträufeln.

4. Kuvertüre und Kokosfett zusammen mit der Sahne schmelzen, zu einer Glasur verrühren und über die Kekse gießen. Abkühlen lassen.


Schnelles Rezept für Mooskuchen aus der DDR

Der Mooskuchen ist ein einfacher Kuchen, der seinen Namen vom besonderen Aussehen bekommt. Der Grund: Der fertige Blechkuchen wird mit gemahlenem Kaffee bestäubt. Der verpasst den Kuchenschnitten nicht nur ein außergewöhnliches Aroma, sondern sorgt in Kombination mit einer weißen Glasur auch für eine interessante grün-braune Färbung auf dem Kuchen.

Zutaten für einfachen Mooskuchen aus der DDR

Zutaten für den Teig: 4 Eier, 250 g Butter, 250 g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker, 1 Becher saure Sahne, 50 g Kakao, 300 g Mehl, 1 TL Natron, eine Prise Salz

Zutaten für den Belag: 6 Eiweiß, 6 EL Puderzucker, 200 g Kokosfett, etwas gemahlenen Kaffee

Zubereitung: So backen Sie den echten Mooskuchen

1. Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren, Eier nach und nach zugeben. Saure Sahne unterrühren, dann Mehl, Kakao, Natron und Salz einmischen.

2. Teig auf ein Backblech streichen und bei ca. 150°C Umluft 30–40 Min. backen. Den fertigen Boden auskühlen lassen.

3. Eiweiß steif schlagen, Puderzucker einrühren, abgekühltes flüssiges Kokosfett unterheben. Creme auf den Kuchen streichen und mit Kaffeepulver bestreuen.

4. 24 Stunden kühl stellen, damit der Kuchen durchzieht und die typische Moos-Schicht entsteht.

Welche Kuchenrezepte aus der DDR mögen Sie am liebsten? Schicken Sie uns Ihre Ideen per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!