Es gibt viele Orte, die in Berlin an große Stars erinnern. Einer davon ist der Friedhof Stubenrauchstraße in Schöneberg. Hier ruhen unter anderem die unvergessene Marlene Dietrich (1901 – 1992) und Star-Fotograf Helmut Newton (1920 – 2004). Und nun reiht sich eine Legende aus dem Osten ein. Angelika Mann, die jeder nur die „Lütte“ nannte. Wie der KURIER exklusiv erfuhr wir sie am Donnerstag auf dem Friedhof der Stars beigesetzt. Dort werden ihre Familie, Freunde und viele Kollegen von einer Frau Abschied nehmen, die eine großartige Künstlerin war.
Angelika Mann: Abschied von einer DDR-Legende
Sängerin, Schauspielerin, Komödiantin: Die Lütte (1,49 Meter groß) war vor allem eins – ein Mensch mit einem großen Herz. Und dieses große Herz hörte am 21. Januar 2026 für immer auf zu schlagen.
76 Jahre wurde die Lütte alt. Der Krebs, den sie vor vier Jahren besiegt zu haben glaubte, war wieder da. Mitten in den Vorbereitungen zu einem neuen Musical meldete er sich vergangenes Jahr. Die Lütte, die das Leben liebte, kämpfte gegen den Feind in ihrem Körper – und verlor.

Die letzte Reise der Lütten: Der Abschied von ihr soll auf dem Friedhof in Schöneberg nicht wirklich eine Trauerfeier werden (Beginn 11 Uhr). Man möchte an eine Frau erinnern, die ihre Karriere als Angestellte in einer Apotheke am Strausberger Platz begann und später auf der Bühne mit ihrer Stimme ihr Publikum begeisterte.
Mit Herz und Berliner Schnauze war die Lütte bei den Menschen. Und sie applaudierten, wenn sie „Ich wünsch mir ein Baby sehr“ sang, ein Song ihres Mitentdeckers und Mentors Reinhard Lakomy (starb 2013). Oder das Publikum sang einfach mit, wenn die Lütte „Trink den Champagner“ anstimmte.
Angelika Mann: Mit Schampus soll angestoßen werden
Mit Schampus möchte man auf dem Friedhof auf die Lütte anstoßen, erzählt Witwer Ralf Rasch. Das Leben feiern, auch wenn es zu Ende ist. Das würde Angelika Mann sicher gefallen.



