Er war einer der großen Musikstars des Ostens, hatte Millionen-Fans – und auch heute noch erinnern sich viele TV-Zuschauer nicht nur an die Platten, sondern auch an die tollen TV-Shows mit Hartmut Schulze-Gerlach alias Muck. Am Donnerstag wird die DDR-Legende 78 Jahre alt – und lebt zurückgezogen auf einer Insel!
Hartmut Schulze-Gerlach zog sich ins Privatleben zurück
Er brachte schon in der DDR zahlreiche Schallplatten auf den Markt, stand insgesamt 23 Jahre für „Damals war’s“ vor der Kamera, bevor die Show von Wolfgang „Lippi“ Lippert übernommen wurde – und moderierte sogar „Ein Kessel Buntes“ aus dem berühmten Friedrichstadt-Palast. Doch schon vor Jahren kam der Abschied: Hartmut Schulze-Gerlach zog sich von der großen Bühne ins Privatleben zurück.
Eine Entscheidung, über die sich viele Fans gar nicht freuten – die er aber bewusst getroffen hatte, verriet er der Zeitschrift Super-Illu in einem Interview. „Ich hatte immer große Freude an meinem Beruf“, sagte Hartmut Schulze-Gerlach vor einem Jahr. „Mein Antrieb war immer: Ich wollte Erfolg haben und berühmt werden.“ Das habe er geschafft – und er habe es genossen. „Aber mir war auch immer klar: Irgendwann höre ich auf.“ Mit 70 Jahren zog er sich aus der Unterhaltungsbranche zurück.

Da blickte Hartmut Schulze-Gerlach alias „Muck“ schon auf eine lange Karriere zurück: Er wuchs in Radebeul in Sachsen auf, lernte Betonbauer, arbeitete danach in verschiedenen Berufen – und war Mitglied in Bands. 1973 trat er erst dem Gerd-Michaelis-Chor bei, gründete drei Jahre später einen eigenen.
1977 erschien seine erste Platte namens „Muck“. Eine steile Karriere in der Musikbranche begann – doch Hartmut Schulze-Gerlach sang nicht nur selbst, sondern arbeitete auch als Komponist und Arrangeur für verschiedene andere Künstler.
Muck moderierte „Sprungbrett“ und „Ein Kessel Buntes“
1981 dann die Karriere im Fernsehen. Er moderierte die Show „Sprungbrett“, die für viele namhafte Künstler aus dem Osten tatsächlich zum Karriere-Sprungbrett wurde. 1985 stand er im Friedrichstadtpalast auf der Bühne und vor der Kamera – für „Ein Kessel Buntes“, die Vorzeige-Unterhaltungssendung der DDR.
Noch heute erinnert er sich gern daran. „Es war ja die einzige Show im DDR-Fernsehen, die komplett live ablief“, sagte er der Super-Illu. „Hinter den Kulissen waren alle ganz aufgeregt. Aber ich fand es total cool und war einfach nur glücklich, zweieinhalb Stunden gemeinsam mit internationalen Stars auf der Bühne zu stehen und alles im Griff zu haben. Unvergesslich.“

Hartmut Schulze-Gerlach lebt heute auf der Insel Rügen
Schon seit 2003 lebt Schulze-Gerlach mit seiner Frau Anja auf einem ehemaligen Bauernhof auf der Ostseeinsel Rügen. Die beiden genießen ihre Freiheiten – auch, weil die Kinder inzwischen aus dem Haus sind.
Doch sie sind auch unterwegs: „Im Sommer verbringen wir gern längere Zeit in Schweden, im Herbst in den Alpen, manchmal reisen wir auch nach Florida“, berichtete der Schlagerstar. „Und zu Hause freue ich mich, einfach in Ruhe ein Buch zu lesen oder gemeinsam in der Küche zu sitzen, zu kochen und zu reden.“

Muck macht sich auch über das Alter Gedanken
Auch über das Alter denkt „Muck“ nach, verriet er. Ihm sei klar, dass er sich in der letzten Phase des Lebens befinde. Sogar über seine Beerdigung hat sich die Show-Legende aus der DDR schon Gedanken gemacht. Weil seine Mutter eine Seebestattung hatte, hatte er selbst nie einen Ort zum Trauern.
„Für mich selbst habe ich also beschlossen, meinen Kindern diese Chance zu geben“, verriet er. „Aber es darf durchaus noch eine Weile dauern!“ Das wird es hoffentlich – und das hoffen auch seine Fans, die am 78. Geburtstag des Musikers an ihn denken.




