Sie war die Brigitte Bardot der Tschechischen Republik, eine der bekanntesten Schauspielerinnen des Landes – und auch in der DDR ein Star. Nun lässt der Tod von Jana Brejchová viele Menschen trauern, die sie unter anderem aus „Die schöne Arabella und der Zauberer“ kannten. Inzwischen ist bekannt, wie sehr Jana Brejchová in den letzten Jahren leiden musste. Denn sie war schwer krank.
Jana Brejchová wurde mit „Aber Doktor“ bekannt
In der DDR wurde Jana Brejchová unter anderem in der DEFA-Komödie „Aber Doktor“ bekannt – und eroberte als Königin in der Serie „Die Märchenbraut“ die Herzen vieler Zuschauer. Die Fantasy-Produktion erschien in der DDR unter dem Titel „Die schöne Arabella und der Zauberer“, kehrte nach der Wende sogar noch einmal mit einer Fortsetzung zurück. Anfang Februar starb Jana Brejchová im Alter von 86 Jahren.
Inzwischen kommen immer mehr Details darüber ans Licht, wie schwer es die Brigitte Bardot der tschechischen Republik zuletzt hatte. Das tschechische Nachrichtenportal Blesk, das die Schauspielerin über Jahre begleitete, enthüllte jetzt, dass sie ihren 86. Geburtstag kürzlich als Pflegefall feiern musste. Jana Brejchová litt seit Jahren unter schweren gesundheitlichen Problemen, musste von einem Krankenhaus ins nächste – und konnte die Kliniken 13 Jahre lang nicht mehr verlassen.

Ihre Leidensgeschichte begann demnach bereits im Oktober 2013, als ihre Tochter sie besuchen wollte, aber nicht in ihre Wohnung in Prag gelangte. Jana Brejchová reagierte nicht auf das Klingeln, auch nicht auf Anrufe, berichtet Blesk.
Die Tochter alarmierte Polizei und Krankenwagen, die Tür wurde geöffnet. Jana Brejchová lag bewusstlos auf dem Boden ihres Schlafzimmers. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, lag zunächst auf der Intensivstation. Untersuchungen ergaben später, dass die weiße Substanz im Gehirn der Schauspielerin langsam abstarb.
Jana Brejchová litt an einer unheilbaren Krankheit
Eine unheilbare Krankheit, die nicht besser wird, sich nur noch verschlimmert. Doch Jana Brejchová verlor nicht den Lebensmut. Sie lernte, sich mit einem Rollator fortzubewegen. Dem tschechischen Nachrichtenportal sagte sie damals, dass sie sich sehr darauf freue, irgendwann nach Hause zu kommen – der Grund, warum sie sich so sehr anstrenge. Auch ein langjähriger Freund, der Schauspieler Jiří Ptáčník, berichtete von ihren Bemühungen, wieder auf die Beine zu kommen. Sie habe immer versucht, den Optimismus zu bewahren.

Für Jana Brejchová ging es danach in eine Rehaklinik. Dann der Rückschlag: Sie stürzte schwer, brach sich den Oberschenkelhals. Auch ihre neurologischen Beschwerden verstärkten sich immer weiter. Am Ende lebte die Schauspielerin in einer Langzeitpflegeeinrichtung in Motol, einem Stadtteil von Prag. Sie starb vor einer Woche in der Nacht von Freitag auf Samstag.

Märchenkönigin der DDR behielt ihren Stolz bis zum Ende
Bis zum Schluss habe sie einen großen, inneren Stolz gehabt, erzählt ihr langjähriger Freund. „Vielleicht wollte sie nicht, dass die Menschen sie in einem Moment sehen, in dem die Krankheit ihr Leben erschwerte“, sagte ihr Schauspielkollege Jiří Ptáčník.




