Erst die Glätte und jetzt auch noch ein Streik. Deutschlandweit wird am Montag der Nahverkehr bestreikt. Auch für Berlin und Brandenburg hat die Gewerkschaft Verdi hat einen 24-stündigen Warnstreik angekündigt. Wo überall gestreikt wird, was am Montag noch fährt.
Tram-Oberleitungen könnten wieder einfrieren
Die Berliner BVG hat Angst. Vor dem Streik. Weil dann den ganzen Tag auch die Straßenbahnen nicht fahren und die Gefahr besteht, dass die gerade von Eis befreiten Oberleitungen wieder einfrieren. „Werden diese bei der angekündigten Wetterlage nicht regelmäßig befahren, kann es erneut zur Wiedervereisung und damit zu weiteren Einschränkungen für die Fahrgäste kommen“, warnt die BVG.
In der Nacht zum Sonntag könnte es laut Wetterprognosen sogar bis minus 10 Grad kalt werden. Tagsüber bleibt es am Montag immerhin trocken – bei anhaltendem Frost.
In Berlin werden U-Bahnen, BVG-Busse und Straßenbahn bestreikt. Wer zuletzt wegen der Eisglätte auf Bus und Bahn umgestiegen ist, statt das Auto zu nehmen oder zu laufen, dürfte es am Montag schwer haben.
Die Berliner S-Bahn fährt am Montag
Alternative: S-Bahnen und Regionalverkehrszüge sollen dagegen fahren, wie die Deutsche Bahn mitteilt – sie ist vom Warnstreik nicht betroffen. U-Bahnen, Trams sowie die meisten Busse werden von Montag (2. Februar), 3 Uhr, bis Dienstag (3. Februar), 3 Uhr, stillstehen. Die BVG warnt allerdings schon: Auch vor und nach dem Streik könne es zu Ausfällen kommen.
Komplett kommt der Nahverkehr der BVG allerdings nicht zum Erliegen. Linien, die im Auftrag der BVG von anderen Unternehmen gefahren werden, sind vom Streik nicht betroffen. Am Montag fahren also 15 Linien tagsüber und elf Linien in der Nacht.
Fahren sollen tagsüber folgende Linien: 106, 114, 118, 124, 133, 175, 184, 204, 234, 275, 316, 318, 326, 161, 363. In der Nacht: N12, N23, N35, N39, N53, N61, N69, N84, N91, N95, N97.
Auch in Brandenburg kommt der Nahverkehr zum Erliegen
Auch in Brandenburg müssen sich am Montag Zehntausende Pendler auf massive Ausfälle einstellen. Der Verkehrsbetrieb Potsdam rechnet damit, dass Trams, Fähren und ein Großteil der Busse komplett stillstehen. Lediglich einige Linien, die von Subunternehmern betrieben werden, sollen eingeschränkt weiterfahren.
In Potsdam fahren folgende Buslinien planmäßig: 118, 316 und 691. Einzelne Fahrten entfallen auf folgenden Linien: 609, 612, 619, 662, 697 und 698. Weitere Linien verkehren zeitweise: 603 (10 bis 12.30 Uhr und ab 20.30 Uhr),638 (21.30 bis 23 Uhr), 692 (21.30 bis 23 Uhr) und der Nachtbus N16 (21 bis 23.30 Uhr).
Auch Cottbusverkehr warnt vor einem chaotischen Montag: Auf dem gesamten eigenen Netz sowie auf den Linien von Spree-Neiße-Cottbusverkehr werde es den ganzen Tag über deutliche Einschränkungen geben.





