Lange war Funkstille um das Prestige-Projekt von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Die Berliner Magnetschwebebahn galt als begraben, vergessen, erledigt. Doch hinter verschlossenen Türen wurde weitergetüftelt, wie Recherchen der Berliner Zeitung ergaben. Und plötzlich liegt sogar eine konkrete Strecke auf dem Tisch.
Magnetschwebebahn soll von Tegel nach Spandau schweben
Statt einer schnöden Tram soll künftig eine futuristische Schwebebahn durch den Westen rauschen: Vom Flughafen Tegel, heute „Urban Tech Republic“, direkt nach Spandau. Die Hightech-Bahn soll zum Rückgrat der Verkehrsanbindung im Berliner Westen werden.
In einem Senatspapier heißt es: Bonde will das Projekt offiziell einbringen, damit endlich geplant wird. Die Verkehrsverwaltung soll „zügig“ einen Endpunkt festzurren.
Alte Strecken-Ideen wurden verworfen
Außerdem wird geprüft, ob der Bund Geld lockermacht. Erste Ausbaustufe: eine Strecke zwischen Tegel und dem östlichen Havelufer genauer unter die Lupe nehmen. Damit gibt es erstmals einen echten Ort.

Früher kursierten für die Strecke ganz andere Ideen: vom Hauptbahnhof zum Virchow-Klinikum, vom Güterverkehrszentrum Großbeeren zur Ringbahn oder sogar von Karow bis zum Alexanderplatz. Jetzt richtet sich alles auf den Westen – Spandau und Reinickendorf stehen im Fokus.
Am 17. Februar wird es ernst. Dann landet das Thema als Tagesordnungspunkt in der Senatskommission Wohnungsbau. Schon Ende Januar hatte Verkehrsstaatssekretär Arne Herz (CDU) den Plan intern vorgestellt.
SPD kritisiert Magnetschwebebahn für Berlin weiterhin
Doch die Kritik ist laut und altbekannt. Schon 2023 und 2024 kassierten Bonde und ihre Parteifreunde heftigen Gegenwind. „Berlin braucht keine Luftschlösser“, hieß es. Eine teure Technik ohne echtes Verkehrsproblem. Straßenbahnen seien günstiger und sinnvoller.


